Konzept

Wo sind Dialogpunkte?
Dialogpunkte werden vor allem dort eröffnet, wo es zur Zeit keine Goethe-Institute gibt bzw. Goethe-Institute über keinen Informations- und Bibliotheksbereich verfügen. Aktuell gibt es Dialogpunkte in, Gaza/Palästinensischen Autonomiegebiete, Khartum/Sudan, Marrakech und Tanger/Marokko, Sanaa und Aden/Jemen, Teheran/Iran, Tripoli/Libanon, Tunis/Tunesien, Bagdad und Erbil/Irak, und Oran/Algerien.

Was sind Dialogpunkte?
Dialogpunkte sind kleine, flexibel gestaltete Informationseinheiten mit Treffpunktcharakter, d. h. neben der Informationsvermittlung steht die Begegnung im Vordergrund.

Dialogpunkte werden ähnlich wie die Lesesäle des Goethe-Instituts partnerschaftlich konzipiert:

Das Goethe-Institut stellt für jeden Standort individuell eine auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnittene Medienausstattung, eine IT-Ausstattung mit PCs, Video- und CD-Abspielgeräten sowie eine passende Möblierung zur Verfügung. Darüber hinaus bildet das Goethe-Institut alle Dialogpunkt-Betreuer fachlich und sprachlich fort.

Die Partnerinstitution stellt einen frei zugänglichen Raum bereit und finanziert geeignetes Betreuungspersonal für den Dialogpunkt. Außerdem verpflichtet sich die Partnerinstitution, aktiv für den Dialogpunkt zu werben. Der Dialogpunktbetreuer ist verantwortlich dafür, die Medien einzuarbeiten und die Kunden zu beraten.

Was wird im Dialogpunkt angeboten?

  • ein deutschsprachiger Grundbestand an Referenzwerken (ca. 300 Titel = Bücher und elektronische Medien)
  • eine Kollektion zeitgenössischer deutscher Literatur, einführende Werke im Bereich Geschichte, Kultur und Gesellschaft sowie Bildbände zu deutschen Städten und Landschaften
  • eine Auswahl deutscher Literatur in arabischer Übersetzung (ca. 250 Titel)
  • eine Kollektion „Deutsch als Fremdsprache“
  • eine Tages- und eine Wochenzeitung/-zeitschrift
  • 2 – 4 lokal zu bestimmende Fachzeitschriften
  • ein Angebot von Videofilmen (inkl. Abspielgeräte)
  • ein Angebot von Musik- und Sprechtonträgern (inkl. Abhörgeräte)
  • 2 – 4 Internet-Arbeitsplätze
  • 10- 20 Leseplätze sowie eine Sitzgruppe für Gespräch und Diskussion

Die Partnerinstitution hat darüber hinaus die Möglichkeit, aus weiteren Themenbausteinen zwei bis drei auszuwählen wie z. B.:

  • Architektur, Kunst, Design
  • Wissenschaft und Umwelt
  • Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
  • Naher Osten, Islam
  • Kinderliteratur

Wer koordiniert die Dialogpunkte?
Das Goethe-Institut ist für das inhaltliche Konzept und die logistische Planung der Dialogpunkte sowie für die Medienauswahl und –beschaffung und die Fortbildung der Betreuer verantwortlich. Das Goethe-Institut bzw. die deutsche Auslandsvertretung in den jeweiligen Gastländern übernehmen die Partnersuche, die Verhandlung der Vereinbarung sowie die Unterstützung des Partners bei praktischen Fragen wie z. B. der räumlichen Gestaltung oder fachlichen Organisation des Dialogpunktes.

    Fikrun wa Fann

    Die Kulturzeitschrift des Goethe-Instituts für den Dialog mit der islamischen Welt.
    Fikrun wa Fann ist auch als E-Paper online.