Wusstest du schon...? Kleine Infos - große Wirkung!

Umwelt, Klima, Natur...alles muss geschützt werden. Wir sollen sorgsam mit unserer Welt umgehen, damit die nachfolgenden Generationen nicht in eine lebensfeindliche Umgebung geboren werden. Aber sind wir uns überhaupt darüber im Klaren, wie wir tagtäglich die Umwelt mit unseren Handlungen wie Essen, Trinken, Arbeiten, Shoppen etc. beeinflussen?
Hier erfährst du zu unterschiedlichen Themen Einiges, was du vermutlich so bisher noch nicht gewusst hast:Wasser:
- Etwa 1 Milliarde Menschen weltweit hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Und 6000 Menschen sterben täglich an den Folgen verunreinigten Wassers.
- November 2002 wurde der Zugang zu ausreichendem und erschwinglichem Trinkwasser aufgrund seiner lebenserhaltenden Funktion von der UNO zum Menschenrecht erklärt. Dabei geben arme Familien teilweise noch immer ein Fünftel ihres Einkommens für sauberes Trinkwasser aus. (Die Zeit Nr. 35, 2002)
- Mehr als eine Million Quellen entspringen in den Alpen. Daher wird die Alpenregion auch das „Wasserschloss Europas“ genannt.
- Im Untergrund Deutschlands sind 450.000 km Abwasserkanäle verlegt. Diese würden 10-mal um die Erde reichen!
- Das Quecksilber einer Knopf-Batterie kann 800.000 Liter Wasser vergiften. Mit soviel Wasser könnten 1000 Menschen ein Jahr lang ihren Durst löschen. Also – wir wissen es bereits: Batterien nie in den Haushaltsmüll, sondern gesondert entsorgen!
Luft:
- In Australien wird zwar wenig schädliches FCKW freisetzt. Aber aufgrund der geographischen Lage ist die Insel von Auswirkungen des Ozonlochs sehr stark betroffen. Dies deutet auf die Notwendigkeit von internationalen Abkommen wie etwa das Kyoto-Protokoll hin.
- Was bringt eigentlich Carsharing: mehrere Autofahrer teilen sich ein Pkw. Total unpraktisch? So ein Carsharing-Mobil würde in Deutschland 6-10 Pkws ersetzen, da die Anzahl der Insassen eines Pkws in Deutschland im Schnitt bei 1 bis 1,5 Personen liegt und ein Pkw nur ca. 5% seines „Lebens“ wirklich gefahren wird – den Rest verbringt es ruhend. Carsharing – immer noch unpraktisch?
- Im innerstädtischen Verkehr können Strecken bis zu 5 km mit dem Fahrrad schneller zurück gelegt werden als mit dem Auto. Außerdem ist Fahrradfahren gesund! Es stärkt Herz, Lunge und nicht zuletzt die Rückenmuskulatur. Rauf auf den Sattel!
- Der gesamte Flugverkehr beansprucht im Jahr etwa 6 % des gesamten Weltölmarktes. Dabei nimmt aber nur 6,5 % der Weltbevölkerung überhaupt am Flugverkehr teil!
- Ein Flugzeug stößt auf 1000 km 820 g Stickstoff aus, die Bahn hingegen nur 62 g. Einige Organisationen bieten die Möglichkeit, zur Neutralisierung der Klimawirkung des eigenen Fluges eine „Umweltpauschale“ zu spenden. Dieses Geld wird in Aufforstungen und energiesparende Technologien investiert. www.atmosfair.com berechnet beispielsweise für einen einfachen Flug Hamburg – Kairo 18,- Euro. Der Betrag kann zwar nur eine Schadensbegrenzung sein – aber immerhin!
Essen und Trinken:
- Die einst aus der Kaffa-Region in Äthiopien stammende belebende Bohne eroberte von der Hafenstadt Mocha (al-Mukha) im Südjemen ausgehend als Mokka bzw. Kaffee die ganze Welt. Mittlerweile ist Kaffee gleich nach Erdöl der wichtigste Exportrohstoff auf der Welt und für 100 Millionen Menschen auch die einzige Erwerbsquelle. Da lohnt es sich doch, ab und zu einen „fairen Kaffee“ zu genießen!
- Die Welt wird McDonaldisiert! Die Fast-Food Kette betreibt ca. 30.000 Filialen in 121 von ca. 200 Ländern der Erde. In Deutschland allein gibt es 1.250 Restaurants. Ronald Mc Donald erobert die Welt und bietet mittlerweile auch internationale Ideen an wie: McFalafel aus Ägypten, McMaharadsha aus Indien oder die bekannten Asia Wochen an. Lieben wir es?
- Mehrwegflaschen können 20- (Plastik) bis 60- (Glas) mal wiederverwendet werden. Gleichzeitig verursachen Mehrwegflaschen bis zu 95% weniger Abfall als Einwegflaschen. Mehrweg ist IN!
Kleidung:
- Eine Jeans hat eine Weltreise hinter sich, bevor du sie trägst! So eine mögliche Jeansreise sieht z.B. folgendermaßen aus: In Kasachstan wird die Baumwolle geerntet, in der Türkei wird die Baumwolle zu Garn verarbeitet. Dann kommt das Garn nach Taiwan, wo es mit chemischen Substanzen aus Deutschland gefärbt wird. In Polen wird dann der Jeansstoff aus dem Garn gewoben. Die „Accessoires“ der Jeans werden in Frankreich hergestellt: Schilder, Knöpfe und Nieten. Die Philippinen sind dann für das Zusammennähen aller Einzelteile verantwortlich, wonach sie dann zur Endverarbeitung nach Griechenland kommt und letztendlich in Deutschland oder einem anderen beliebigen Land von dir gekauft wird.
- Kleidung birgt Gefahren für die Umwelt und den Menschen an sich. Etwa 90% der Chemikalien, die zur Veredelung der Textilien verwendet werden, spült das Abwasser davon. Der Rest bleibt in den Kleidungsstücken und trägt dann die vertrauen erweckenden Namen wie „knitterfrei“ oder „wash and wear“. Es gilt: Leinen und Flachs belasten die Umwelt weniger als Wolle und Baumwolle. Die umweltverträglichste Kunststofffaser ist unter den Kandidaten Polyester, Viskose und Polyamid die letztere.
Kosmetik:
- In einem normalen Haarspray tragen nur 5% der Inhaltsstoffe zum versprochenen Look bei. Der Rest des Sprays sind Treib- und Lösungsmittel. Dann nehmen wir doch lieber Pumpspray...
- Umweltmediziner raten schwangeren Frauen dringend vom Haare färben mit chemischen Mitteln ab. In Haarfarben vorhandene chemische Mittel sind vermutlich krebserregend und können das Erbgut schädigen. Naturhaarfarben haben sich als schonender für Mensch und Umwelt erwiesen.
- Viele Tests ergaben, dass gerade die teuren Kosmetikartikel überdurchschnittlich viele Problemstoffe enthalten. Es gilt auch hier: weniger ist mehr – für Mensch und Umwelt.
Papier:
- Ein einjähriges Kind hat in Mitteleuropa bereits genau soviel Papier verbraucht wie ein im Schnitt 57-jähriger Inder. Für die Produktion von Recycling-Papier wird durchschnittlich ein Drittel weniger Energie und ein Sechstel weniger Wasser verwendet. Dies wirkt sich auch auf den Preis aus: Recyclingpapier ist meist um ein Drittel günstiger als „frisches“. Und in weiß gibt es das Recyclingpapier auch!
- Tropische Waldflächen werden unverantwortlich abgeholzt. Klar. Wusstest du aber auch, dass sich die abgeholzten Flächen auf eine Größenordnung von insgesamt 35 Fußballfeldern belaufen? Und zwar jede Minute? Das Holz endet dann mitunter unwürdig als Sperrholz, Grillkohle, etc. Während die Regenwälder doch das Klima stabilisieren und das größte genetische Reservoir bergen.
- Im Amazonas Regenwald beispielsweise leben etwa 30 Millionen Pflanzen- und Tierarten, wovon die meisten unerforscht sind. Über die Hälfte der einstigen Tropenwälder ist bereits nicht mehr vorhanden. Ein Mega-Nein zu Möbeln oder sonstigen Dingen aus Tropenholz!
... das war natürlich nicht alles! Mehr Lesestoff zum Thema Umwelt bietet unter anderem:
- „Pocket global – Globalisierung in Stichworten“ von Uli Jäger
- „50 einfache Dinge, die sie tun können, um die Welt zu retten und wie sie dabei Geld sparen“ von Andreas Schlumberger
- Spektrum der Wissenschaft – Spezial 1/07 Energie und Klima
Deniz Yüksel, Hamburg








