Arno Geiger: Der alte König in seinem Exil

Der alte König in seinem Exil

Arno Geiger - Der alte König in seinem Exil © Hanser VerlagArno Geiger
Der alte König in seinem Exil


Hanser Verlag, 2011, 192 Seiten

Arno Geiger hat ein tief berührendes Buch über seinen Vater geschrieben, der trotz seiner Alzheimerkrankheit mit Vitalität, Witz und Klugheit beeindruckt. Die Krankheit löst langsam seine Erinnerung und seine Orientierung in der Gegenwart auf, lässt sein Leben abhandenkommen. Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre begleitet. In nur scheinbar sinnlosen und oft so wunderbar poetischen Sätzen entdeckt er, dass es auch im Alter in der Person des Vaters noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde. Arno Geigers Buch ist lebendig, oft komisch. In seiner tief berührenden Geschichte erzählt er von einem Leben, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden. (Verlagsinformation)

Noch nie sind in unserer Gesellschaft so viele Menschen so alt geworden. Damit ist eine Krankheit in den Vordergrund gerückt, die die Jüngeren vor ungemein große emotionale Herausforderungen stellt: Alzheimer. Der Bestsellerautor Arno Geiger erzählt in diesem Buch von seinem Vater, der an dieser Krankheit leidet und langsam sein Erinnerungsvermögen verliert. Zunächst stehen dessen Erlebnisse an den Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt, nach und nach aber stellt Geiger meisterhaft das neue, ambivalente Zusammensein mit dem Vater in den Vordergrund: Den Äußerungen des Kranken attestiert der Erzähler eine poetische Kraft, die das schwierige Zusammenleben tröstlich erscheinen lässt. (Adam Soboczynski)

‚Der alte König in seinem Exil‘ ist eine Liebeserklärung an den Vater, vor allem aber ein großes Stück Literatur über das, was das Leben zu jedem Zeitpunkt lebenswert macht – und eine Erinnerung daran, wie ungeheuer weit Freundlichkeit trägt. Das Lehrstück, das die Alzheimererkrankung des August Geiger seinen Kindern und Enkeln aufgibt, ist zum Glück nicht vorbei. Als Leser ist man dankbar, daran teilnehmen zu dürfen – und kann nur hoffen, selbst vor den Prüfungen ähnlich gut zu bestehen, wenn es soweit ist.“
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Arno Geigers ‚Der alte König in seinem Exil‘ ist ein taktvolles, filigranes und fabelhaft einfaches Buch, ein Monument für einen Lebenden.“
(Neue Zürcher Zeitung)

‚Der alte König in seinem Exil‘ ist ein zauberhaftes Werk. Es ist dem Leben abgelauscht und doch auf unangestrengte Weise kunstfertig. Ohne Gattungsbezeichnung kommt es aus und enthält romanhafte Elemente, kluge Sentenzen, leise Poesie und nicht zuletzt Szenen, wie man sie auch im Theater gern einmal sehen würde, so dringlich wahrhaftig und trefflich stilisiert, wie das einst üblich war, von der antiken Tragödie über Shakespeare bis hin zu Samuel Beckett.“
(Der Tagesspiegel)



DER AUTOR
Arno Geiger, 1968 in Bregenz geboren, studierte Literaturwissenschaft und lebt in Wolfurt und Wien. Er ist Schriftsteller und Videotechniker bei den Sommerfestspielen Bregenz. 1997 erschien sein Debütroman „Kleine Schule des Karussellfahrens“. 1998 wurde ihm der New Yorker „Abraham Woursell Award“ verliehen. Für seinen Roman „Es geht uns gut“ erhielt er 2005 den Deutschen Buchpreis. (perlentaucher.de)

„Der alte König in seinem Exil“ war nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2011.

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