Hennig von Lange, Saskia

Alles, was draußen ist

© Jung und Jung Verlag GmbHSaskia Hennig von Lange – Alles, was draußen ist © Jung und Jung Verlag GmbHSaskia Hennig von Lange
Alles, was draußen ist


Jung und Jung, 2013, 120 Seiten

Wir sind nur dann ganz wir selbst, wenn wir außer uns sind. Sage keiner, dass aus dieser Tatsache nicht immer wieder schönste Literatur entstanden ist. Eine fulminante Geschichte der Entgrenzung erzählt auch Saskia Hennig von Langes ganz und gar erstaunliches Debüt Alles, was draußen ist.

Ein anatomisches Museum mit seinen Präparaten, Modellen und Totenmasken, eine schöne Unbekannte aus der Seine und ein Robespierre, und mittendrin ein Mann, der im Laufe der Jahre selbst zum Objekt geworden ist. In sprachlich genauen Notaten führt er Buch über sein Leben und seine Gänge durchs Haus, über das seltsame Inventar und über eine immer wieder hörbare, aber unsichtbare „Untendrunterwohnerin“.

Diese Novelle ist ein literarisches Kunststück, in dem das Unbewusste offenbar wird und in dem die menschlichen Oberflächen eine unergründbare Tiefe zeigen. Vom Körper, von der Haut und den Sinnen führt der Weg der Erzählung in Abgründe, in denen ferne Verhängnisse ebenso nachhallen wie die großen Stoffe der Literatur. (Verlagsinformation)

Ein Mann, der soeben von seinem Arzt die Diagnose gestellt bekommen hat, dass er den nächsten Frühling nicht erleben wird. Wie ein Geist bewegt er sich durch sein Zuhause, ein Anatomiemuseum, das längst schon keine Besucher mehr hat. Er denkt sich hinein in die Exponate, währenddessen arbeitet er an der Musealisierung seiner selbst. Saskia Hennig von Langes schmales Debüt stellt auf unaufdringliche Weise die großen Fragen: Was bleibt von uns, wenn wir gehen müssen? Welche Spuren unseres Handelns haben eine Bedeutung für die Nachwelt? Ein ungemein dichtes, sprachlich konzentriertes und wunderbares Buch. (Christoph Schröder)

„Michel Houellebecq hätte seine Freude. ‚Alles, was draußen ist‘ ist ein dichtes ‚Tagebuch noir‘, leichtfüßig und poetisch, ausweglos und düster. Das hält lange nach, länger als so manches Leben.“
(Christian Preußer | Frankfurter Neue Presse)

„Ein hochreflexives Selbstporträt eines Einsamen, dessen allzu verständliche Angst, keine Spuren zu hinterlassen, einem nahegeht.“
(eselsohren.at)



DIE AUTORIN
Saskia Henning von Lange – geboren 1976, studierte Angewandte Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte.
2013 Wortspiele-Literaturpreis
2014 Rauriser Literaturpreis
(Verlagsinformation)

    Übersetzungsförderung

    Das Förderprogramm des Goethe-Instituts unterstützt ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur.