Poschmann, Marion

Die Sonnenposition

© Suhrkamp VerlagMarion Poschmann – Die Sonnenposition © Suhrkamp VerlagMarion Poschmann
Die Sonnenposition


Suhrkamp Verlag, 2013, 337 Seiten

Der rundliche Rheinländer Altfried Janich findet nach der Wiedervereinigung eine Stelle im Ostschloss, einem heruntergekommenen Barockbau, der neuerdings eine psychiatrische Anstalt beherbergt. Hier hält er es für seine Aufgabe, seinen Patienten gegenüber die Sonnenposition einzunehmen, ihnen Orientierung und eine Quelle des Trostes zu sein. Als sein Freund Odilo durch einen rätselhaften Autounfall zu Tode kommt, gerät er selbst auf die Nachtseite der Dinge. Tagsüber rücken ihm die Patienten zu nahe, nachts geistert er durch die Säle, es bedrängen ihn Erinnerungen, und auch seine Familiengeschichte mit ihren Verlusten holt ihn ein. Altfrieds ganzes bisheriges Leben scheint auf die Situation im Schloss zuzulaufen: Alle Geschichten enden hier, und bald stellt sich die Gewissheit ein, dass er aus dem Schloss nicht mehr wegkommen wird.

Marion Poschmanns lange erwartete neue Prosa ist ein Roman über Deutschland aus der Sicht der Kriegsenkel. Ein Roman über die Macht der Zeit, über Erinnerung und zeitlose Verbundenheit. Ein Roman über fragile Identitäten, über den schönen Schein und die Suche nach dem inneren Licht – funkelnd, glasklar und von subtiler Spannung. (Verlagsinformation)

Den Psychiater Altfried Janich, einen rundlichen Rheinländer mit tiefmelancho­lischer Prägung, hat es in ein herunter gekommenes Schloss in Brandenburg verschlagen, in dem nun eine psychiatrische Klinik untergebracht ist. Poschmann verbindet die Krankengeschichten von Altfrieds Patienten mit dessen eigener Biografie, mit den Erinnerungen an eine Jugend und an den mysteriösen Tod des besten Freundes. Die Sonnenposition ist ein Roman zwischen Tag und Nacht, in dem das Licht die Hauptrolle spielt. Entscheidend ist Marion Poschmanns Sprache; eine Sprache, die über ungeheuer viele Vokabeln verfügt; die die Sphäre des Literarischen so genau kennt wie die des Naturwissenschaftlichen. Eine Sprache, die so konkret wie abstrakt sein kann; die Brücken schlägt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Marion Poschmann interessiert sich vornehmlich für die dunklen Seiten der Existenz und bringt ihre Figuren auf wundersame Weise zum Leuchten (Christoph Schröder)

„Ein philosophisch hochintelligenter und erzählerisch virtuoser Roman ... Über die Dämonen der Aufklärung und die Schattenzonen der menschlichen Psyche ist schon lange kein so kluges und aufwühlendes Buch mehr geschrieben worden.“
(Michael Braun, Neue Zürcher Zeitung)

„Ein Buch, das zum Verweilen bei Formulierungen, Wortbezügen, Bildern einlädt, vor allem natürlich zum Sinnieren über das zentrale Motiv, das Licht.“
(Susanne Mayer, DIE ZEIT)



DIE AUTORIN
Marion Poschmann – geboren 1969 in Essen, studierte Germanistik, Philosophie und Slawistik in Bonn und Berlin. Sie schreibt Lyrik und Prosa. 2005 erhielt sie den Literaturpreis Ruhrgebiet für ihr Gesamtwerk. Die Sonnenposition war 2013 für den deutschen Buchpreis nominiert. (Verlagsinformation)

    Übersetzungsförderung

    Das Förderprogramm des Goethe-Instituts unterstützt ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur.