Stichmann, Andreas

Das große Leuchten

© Rowohlt VerlagAndreas Stichmann – Das große Leuchten © Rowohlt VerlagAndreas Stichmann
Das große Leuchten


Rowohlt Verlag, 2012, 240 Seiten

Sie führt aus der deutschen Provinz in den Iran und weiter ans Kaspische Meer: die Suche nach Ana – Ana, der Tankstellenräuberin, Ana, deren persischer Vater nie so recht hat Fuß fassen können im deutschen Exil. Es ist ein weiter Weg, kreuz und quer durch die Wüste, voller komischer und rätselhafter Prüfungen, die Rupert zu bestehen hat – und mit ihm sein schizophrener Freund Robert, der am liebsten Vögel beobachtet, der die Welt nicht versteht und stattdessen das Schachspiel neu erfindet.

So war das zumindest, bis Ana kam. Bis Rupert und Ana abgehauen sind, um das große Leben zu beginnen. Und bevor Ana plötzlich verschwand. (Verlagsinformation)

Der junge Rupert wächst nach dem Selbstmord seiner Mutter zusammen mit dem psychisch kranken Robert bei dessen Hippie-Mutter auf. Als Rupert die Perserin Ana kennenlernt, beginnen die beiden ein zerfleddertes Leben auf der Straße: Tankstellenüberfälle als Lebensunterhalt, ein zerbeulter Wohnwagen als Heim. Eines Tages verschwindet Ana spurlos, und Rupert und Robert machen sich auf den Weg in den Iran, um Ana zu suchen. Das große Leuchten ist Abenteuergeschichte, Coming of Age-Roman und modernes Märchen zugleich. Stichmann, Jahrgang 1983, erzählt in einer unspektakulären Sprache von den Wirrnissen in Tausendundeiner Nacht; von der Sehnsucht, den Dingen eine Ordnung und sich selbst eine Identität zu geben. (Christoph Schröder)

„Andreas Stichmann hat einen gelegentlich spätpubertär brodelnden, aber bei allen Wendungen stets hochkontrollierten und durch die Schönheit seiner Sätze bestechenden Roman geschrieben.“
(Dirk Knipphals | Deutschlandradio Kultur, 4. September 2012)

„Ein Hauch von ‚Truman Show‘ liegt über dieser Welt. Denn Stichmann bietet etwas Anderes als die konventionelle Desillusionsromantik des Bildungs- oder Coming-of-Age-Romans, jener Spießerlogik, nach der jeder junge Mensch erst einmal seine Kunst- und Liebes-Flausen aus dem Kopf kriegen muss.“
(Richard Kämmerlings | Die Welt, 17. September 2012)



DER AUTOR
Andreas Stichmann – geboren 1983 in Bonn, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Er verbrachte längere Zeit in Südafrika und reiste durch den Iran. 2008 erschien sein Erzählungsband Jackie in Silber, für den er vielfach ausgezeichnet wurde – unter anderem mit dem Clemens-Brentano-Preis, dem Kranichsteiner Literaturförderpreis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur. Das große Leuchten, sein erster Roman, wurde für den Bachmannpreis nominiert und mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. (Verlagsinformation)

    Übersetzungsförderung

    Das Förderprogramm des Goethe-Instituts unterstützt ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur.