Wolf, Christa

Nachdenken über Christa T.

© Suhrkamp VerlagChrista Wolf – Nachdenken über Christa T. © Suhrkamp VerlagChrista Wolf
Nachdenken über Christa T.


Suhrkamp Verlag, 2006 (1968), 207 Seiten

Nachdenken über Christa T. begründete den Weltruhm Christa Wolfs und gehört zu den wichtigsten Werken der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Mit nur 36 Jahren stirbt Christa T. an Leukämie. Ihre ehemalige Schulkameradin und Studienfreundin erinnert sich an sie: an eine Frau, die der Forderung nach Anpassung ihre Phantasie, ihr Gewissen und vor allem ihre Sehnsucht nach Selbstverwirklichung entgegensetzt. (Verlagsinformation)

„Es ist die Geschichte ihrer Generation, die Christa Wolf hier erzählt, die Geschichte jener, die kurz nach 1945, damals kaum achtzehn oder zwanzig Jahre alt, begeistert und emphatisch die Morgenröte einer neuen Zeit grüßten und die sich wenig später inmitten des grauen und trüben Alltags von Leipzig und Ostberlin sahen. Sie glaubten, den Sturm der Revolution entfesselt zu haben, doch was kam, war nur der Mief der DDR.(…) Paraphrasierend nähert sich Christa Wolf ihrem Thema, sie geht es von verschiedenen Seiten an, weicht wieder zurück und umspielt es aufs neue.“
(Marcel Reich-Ranicki, Die Zeit 23.05.1969)

„In einer glanzvoll gelungenen Stil-Balance zwischen lyrischer Sentimentalität und der nahezu leidenschaftslosen additiven Chronistenprosa, (…) ist die Totenklage der Wolfschen Ich-Erzählerin, die beim Nachlaß-Ordnen der mit 35 Jahren an Leukämie gestorbenen Freundin nach-denkt, eine großangelegte Reflexion über das Thema Individuum und Gesellschaft.“
(Fritz J. Raddatz, Der Spiegel 02.06.1969)



Christa Wolf © Archiv Gerhard WolfDIE AUTORIN
Christ Wolf, geboren 18. März 1929 in Landsberg a. d. Warthe. Sie studierte von 1949 bis 1953 Germanistik in Jena und Leipzig. Von 1961 bis zu ihrem Tod 2011 arbeitet sie als Schriftstellerin in Ost-Berlin. Für ihr Werk wurde sie in beiden deutschen Staaten vielfach Ausgezeichnet. Die überzeugte Sozialistin machte auch als Kritikerin der DDR und durch ihre Stasi-Vergangenheit von sich reden. (Verlagsinformation)
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