Opa Meume und ich

Maggie Schneider - Opa Meume und ich © Tulipan Verlag Maggie Schneider
Mit Illustrationen von Jackie Gleich

Opa Meume und ich

Tulipan Verlag, 2008, 80 Seiten, ab 8 Jahren

Emmas Eltern sind berufstätig aber das macht der Neunjährigen nichts aus. Sie ist stolz darauf, ein Schlüsselkind zu sein und wenn sie sich einsam fühlt, dann besucht sie die Meumes, ein altes Ehepaar im dritten Stock. Doch als Oma Meume stirbt, wird alles anders. Opa Meume sitzt den ganzen Tag in seinem Sessel und redet mit sich selbst. Früher haben Emma, Opa und Oma Meume viel zusammen gelacht, jetzt sieht Opa Meume grau und traurig aus, wird immer seltsamer und immer dünner. Das lässt Emma keine Ruhe. Also denkt sie sich ein „Erste-Hilfe-Programm“ aus, um wieder Farbe in sein Leben zu bringen. Das ist nicht einfach, denn Opa Meume wehrt sich gegen jede Einmischung und auch Emma selbst kommt mit dem Tod Oma Meumes schwer zu recht.

Trost finden beide erst, als Opa Meume auf den Gedanken vom „unsichtbaren Innendrin“ kommt. Das ist das, was bleibt, wenn der sicht - und greifbare Körper verschwunden ist. Die Anwesenheit dieses unsichtbaren Innendrin – sagt er –kann man fühlen, wenn man nur will. Von nun an kümmert sich nicht mehr nur Emma um Opa, sondern auch Opa wieder um Emma. Als dann allerdings die Sommerferien heranrücken, taucht ein neues Problem auf. Emma freut sich sehr auf den gemeinsamen Urlaub mit ihren Eltern. Doch was wird aus Opa Meume?

Kurz entschlossen entwickelt Emma ein „Opa-Betreuungsprogramm“, zu dem sie gnadenlos ihre Freundinnen verpflichtet. Nach einigen strengen Übungsstunden erfüllen sie endlich die hohen Anforderungen. Emma kann beruhigt in Urlaub fliegen. Bei der Rückkehr jedoch findet sie Opa Meume im Krankenhaus. Sie sehen sich nur noch zweimal, dann stirbt er. Doch Emma ist nicht mehr so traurig wie beim Tod von Oma Meume. „Jetzt wird er wieder mit Oma Meume den Sonntagswalzer tanzen können“, denkt sie und erinnert sich daran, dass sein „unsichtbares Innendrin“ weiterleben wird.

In dieser ergreifende Geschichte über die Freundschaft zwischen einem kleinen, sehr couragierten Mädchen und einem alten Mann, über das Altwerden und den Tod, über Verantwortung und die Macht der Erinnerungen stehen Liebe und Tod, Glück und Trauer ganz nah beieinander. Weil zum Weinen auch das Lachen gehört, gibt es neben den tragischen Elementen Augenblicke höchster Komödienkunst, etwa die Schulung im Opa-Betreuen, die Emma ihren Freundinnen angedeihen läßt, und die Opa Meume mit höchsternster Miene über sich ergehen lässt. Eine herzzerreißende Geschichte mit 30 wunderbaren Illustrationen von Jacky Gleich.

Meisterhaft.
(Zeit)

Überzeugend, die Bilder dazu sprechen eine starke eigene Sprache.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Eine hinreißende Erzählung über Liebe und Tod, Lachen und Vergänglichkeit, Glück und Trauer mit stimmungsvollen Illustrationen.
(Saarländischer Rundfunk/Radio Bremen)

Dieses wunderbare und sehr ans Herz gehende Buch sollte man unbedingt lesen.
(WDR)



DIE AUTORIN
Maggie Schneider, geboren 1965, wuchs in Baden-Württemberg auf. Kibbuz- und Klosteraufenthalten folgten lange Jahre bei Film und Fernsehen. Sie lebt mit ihrer Familie in München. „Opa Meume und ich“ ist ihr erster Roman.

DIE ILLUSTRATORIN
Jacky Gleich wuchs in der DDR auf und studierte Animation an der Filmhochschule in Babelsberg und in Dresden. Seit 1995 illustrierte sie rund 50 Bücher und erhielt dafür viele Auszeichnungen, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Gustav Heinemann Friedenspreis und das Ehrendiplom Schönste Bücher der Welt. Sie lebt mit ihrer großen Familie in Mecklenburg.