Das Handwerk der Freiheit

Peter Bieri - Das Handwerk der Freiheit © Hanser VerlagPeter Bieri
Das Handwerk der Freiheit – Über die Entdeckung des eigenen Willens

Hanser Verlag, 2001, 448 Seiten

Was bedeutet es, frei zu sein? Gibt es eine absolute Freiheit des Willens?
Der Philosoph Peter Bieri präsentiert die unterschiedlichsten Antworten auf die Frage der Willensfreiheit wie auf einer Bühne: In kleinen, immer wieder abgewandelten Szenen verstrickt er scheinbar zwingende Vorstellungen von Freiheit so lange in Widersprüche, bis sich am Ende die Prinzipien einer wirklichen Freiheit erkennen lassen. (Verlagsinformation)

Ganz pragmatisch und ohne Fachsimpelei erläutert Bieri das hochkomplexe philosophische Konstrukt Freiheit und macht philosophische Gedankengänge nachvollziehbar. So vergleicht er in einer Debatte zum Thema Freiheit des Willens in dem gesellschaftspolitischen Magazin der Spiegel die Herangehensweise eines Philosophen an das Thema: „Man kann Philosophie als den Versuch beschreiben, sich im Denken zu orientieren. Als Kinder lernen wir Wörter wie ‚Freiheit’ und ‚Verantwortung’. Wir plappern sie nach. Später entdecken wir, dass uns gar nicht klar ist, was wir sagen; wir merken es, sobald wir uns verstolpern. Dann müssen wir über den logischen Ort dieser Begriffe nachdenken – wie wenn man sich für eine Stadt, in der man bisher nur herumgeirrt ist, einen Stadtplan zurechtlegt. Philosophen sind die Kartografen unseres Denkens bei den allgemeinsten Themen. Und die Karte der Freiheit zeigt: Wir brauchen kein neues Menschenbild, wir müssen das alte nur richtig verstehen.“ (Bieri im Spiegel, 10.01.2005)

„Ist über Freiheit nicht schon viel, allzu viel, gesagt worden? Nein. Das Buch von Peter Bieri entdeckt die Freiheit, die wir haben – ob wir wollen oder nicht – wieder neu. Es ist klar bis zur Schönheit, spannend wie ein Roman, mit Anschauung gesättigt. Ein notwendiges Buch auch, weil zur Zeit die Versuche, Freiheit wegzuerklären, hohe Konjunktur haben. Ein befreiendes Buch.“
(Rüdiger Safranski)

„Peter Bieri ist seit Jahren dabei, die uralte philosophische Zwickmühle der Willensfreiheit zu enträtseln. Nun hat er darüber ein kluges, spannendes Buch geschrieben, das nirgendwo ins Fachchinesisch abgleitet und zudem ... verblüffend aktuell ist.“
(Der Spiegel)

„... außerordentlich hilfreich bei dem Versuch, die aufgeworfenen Grundfragen des Selbstverständnisses zu vertiefen.“
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Als philosophischer Schriftsteller hat Bieri ein gedanklich-erzählerisches Gespinst gesponnen, das seine Leser zu fesseln vermag...“
(Süddeutsche Zeitung)



DER AUTOR
Peter Bieri, geboren 1944 in Bern, studierte in London und Heidelberg. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Berkeley und Harvard. Seit 1993 ist er Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin. Unter dem Pseudonym Pascal Mercier erschienen die Romane „Perlmanns Schweigen“ (1995), „Der Klavierstimmer“ (1998) und „Nachtzug nach Lissabon“.

    Übersetzungsförderung

    Das Förderprogramm des Goethe-Instituts unterstützt ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur.