Bahners: Die Panikmacher

Patrick Bahners - Die Panikmacher © C.H. Beck VerlagPatrick Bahners
Die Panikmacher
Die deutsche Angst vor dem Islam – Eine Streitschrift


C.H. Beck, 2011, 320 Seiten

Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek, Alice Schwarzer, Henryk M. Broder, Thilo Sarrazin, Ralph Giordano gehören zu den lautesten Beschwörern einer angeblichen Bedrohung, die von den in Deutschland lebenden Muslimen ausgeht. Doch sind ihre Argumente überhaupt empirisch belegt und schlüssig? Stehen ihre pauschalisierenden Angriffe auf eine andere Religion im Einklang mit dem Ideal einer liberalen und toleranten Gesellschaft, auf deren Verteidigung sich die gleichen Kritiker berufen? Und worauf genau wollen sie eigentlich hinaus? Patrick Bahners verharmlost nicht die Herausforderungen der Integration, aber er korrigiert die falschen Behauptungen der Islamkritik und zeigt, wie sich unter dem Deckmantel der Geistesfreiheit in Wahrheit zunehmend eine Kultur der Intoleranz ausbreitet. Sein Buch ist der dringend fällige Einspruch dagegen, dass in Deutschland fremdenfeindliche Stimmungsmache beim Thema Islam die Oberhand gewinnt. (Verlagsinformation)

Die deutsche Öffentlichkeit hat in den vergangenen Jahren eine nie zuvor erlebte Debatte um Einwanderer aus muslimisch geprägten Ländern erlebt. Publizisten wie Thilo Sarrazin oder Necla Kelek legten nahe, dass muslimische Religionszugehörigkeit und traditionelle Werte von Muslimen mit einem demokratischen Staat nicht vereinbar seien und dass die Integration gescheitert sei. Patrick Bahners, Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, richtet sich mit seinem Buch explizit gegen die Dämonisierung des Islam in der westlichen Welt. Er zeigt die haltlosen Übertreibungen der sogenannten Islamkritiker auf und plädiert für eine sachliche Auseinandersetzung mit Einwanderern, deren Glaube vor voreiligen staatlichen Maßnahmen wie einem Kopftuchverbot geschützt und der respektiert werden muss. (Adam Soboczynski)

Dieses Buch hat in diesem Jahr für eine erhitzte Debatte innerhalb der deutschen Feuilleton-Öffentlichkeit gesorgt. Als Leiter des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bezieht der Autor Patrick Bahners hier mit großer Autorität und sehr entschieden Position in der Diskussion über den Islam. Seine „Streitschrift“ ist deshalb so brisant, weil Bahners namentlich die prominentesten Kritiker der islamischen Kultur in Deutschland attackiert und mit dem Vorurteil aufräumt, dass die hier lebenden Migranten eine Bedrohung der deutschen Gesellschaft darstellten. In seiner deutlich gefassten Polemik argumentiert Bahners auch historisch: Er verweist auf das fatale Erbe der neuen Fremdenfeindlichkeit im deutschen Antisemitismus. (Ronald Düker)

„Bahners prüft und widerlegt die Klischees der Islamkritik, mit Witz und Polemik und mit einer Akribie, die manchmal an einen Hochleistungsstaubsauger erinnert.“
(Deutschlandradio Kultur)

„Diese Streitschrift bietet nicht nur Genealogie und Analyse des islamophoben Wutbürgertums, sondern, drittens, auch dessen genaue Kritik.“
(Frankfurter Rundschau)

„Bahners hat ein überfälliges Buch geschrieben.“
(taz)



DER AUTOR
Patrick Bahners, geboren 1967, studierte Geschichte und Philosophie an den Universitäten Bonn und Oxford. Er ist seit 2001 Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. (Verlagsinformation und perlentaucher.de)

„Die Panikmacher“ war für den Preis der Leipziger Buchmesse 2011 nominiert.

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