Kaddor: Muslimisch – weiblich – deutsch!

Lamya Kaddor - Muslimisch – weiblich – deutsch! © C. H. Beck VerlagLamya Kaddor
Muslimisch – weiblich – deutsch!
Mein Weg zu einem zeitgemäßen Islam


C. H. Beck Verlag, 2010, 206 Seiten

Lamya Kaddor gehört zu einer neuen Generation von deutschen Muslimen. In ihrem mutigen, sehr persönlichen Buch kritisiert sie das beklagenswerte Erscheinungsbild des Islam in Deutschland ebenso wie die Wagenburg-Mentalität der Nicht-Muslime. Ein längst überfälliges Plädoyer für einen zeitgemäßen Islam. Der Islam ist Teil der deutschen Gesellschaft. Nur wollen das viele nicht wahr haben – unsere selbsternannten Islamkritiker nicht und am wenigsten viele Muslime selbst. Die schweigende Mehrheit lässt es zu, dass bärtige Fundamentalisten sie in der Öffentlichkeit repräsentieren und dass Terror, Zwangsheirat und Ehrenmorde das Bild vom Islam bestimmen. Lamya Kaddor gibt den liberalen, aufgeklärten Muslimen in Deutschland endlich eine Stimme, vor allem den Frauen, die selbstbestimmt – mit oder ohne Schleier – leben wollen, ohne ihre Religion preiszugeben. Sie erzählt, wie sie in Deutschland als Tochter frommer arabischer Einwanderer groß geworden ist und mit welchen Herausforderungen sie als „Ausländerin“ in der Schule und als junge gläubige Frau im Berufsleben fertig werden musste. Ein ebenso spannendes wie sympathisches Buch, das wachrütteln und die verschlafene Integrationsdebatte beleben wird. (Verlagsinformation)

Der Weg zu einem zeitgemäßen Islam und wie die Aufklärung keinen Widerspruch mit dem Islam bedeutet - dies ist sicherlich interessant für viele Muslime in der arabischen Welt. (Samir Grees)

„Mit ihrem Buch gibt Lamya Kaddor wichtige Einblicke in ein aufgeklärtes muslimisches Milieu, von deren Vertretern man sich wünscht, dass sie sich viel stärker in die Islamdebatte einmischen würden.“
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Das Buch ist eine gelungene Kombination aus eigener autobiographischer Erlebnisschilderung und Präsentation aktueller gesellschaftspolitischer Problemdiskussion. Gerade die permanenten Rückgriffe auf die eigene Biographie der Autorin als Kind syrisch-muslimischer Einwanderer in einer westfälischen Kleinstadt am Nordostrand des Ruhrgebiets verleihen den gesellschaftskritischen Stellungnahmen einen Alltagsbezug, der in soziologischen Debatten über die geeignete Form der Integration des Islam und der muslimischen Minorität in Deutschland häufig abhanden kommt.“
(www.islam.de)

„Lamya Kaddor versucht nicht nur, ihre Glaubensgeschwister wachzurütteln, sondern appelliert an die Mehrheitsgesellschaft, den Islam und muslimische Einwanderer als Teil der Gesellschaft zu akzeptieren. Eindringlich schildert sie, wie sie als Muslimin ausgegrenzt und in der Schule wegen ihres Namens kurzerhand in die Förderklasse geschickt wurde. Mit der Beschreibung ihrer Lebensgeschichte führt Kaddor aber auch vor Augen, dass es möglich ist, gläubige Muslimin zu sein und gleichzeitig ein modernes Leben zu führen. Ein mutiges Buch, das durch fundierte theologische Argumentation ebenso überzeugt wie durch lebensnahe Schilderungen. Ein Buch, das nicht nur Moslems und Islamkritikern zu empfehlen ist.“
(Hannoversche Allgemeine)



DIE AUTORIN
Lamya Kaddor, geboren in Ahlen/Westfalen, ist einer größeren Öffentlichkeit als Pionierin der islamischen Religionspädagogik und als Herausgeberin des ersten „Koran für Kinder und Erwachsene“ (mit Rabeya Müller, 2. Auflage 2008) bekannt. Die Islamwissenschaftlerin berät die Politik, ist eine gefragte Referentin und spricht regelmäßig im „Forum am Freitag“ des ZDF. (Verlagsinformation)

    Übersetzungsförderung

    Das Förderprogramm des Goethe-Instituts unterstützt ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur.