Maciejewski: Echnaton oder Die Erfindung des Monotheismus

Franz Maciejewski - Echnaton oder Die Erfindung des Monotheismus © Osburg VerlagFranz Maciejewski
Echnaton oder Die Erfindung des Monotheismus
Zur Korrektur eines Mythos


Osburg Verlag, 2010, 336 Seiten

„Der Fall Echnaton muss neu aufgerollt werden.“ So lautet die entschiedene These, die der Religionssoziologe Franz Maciejewski in seinem neuen Sachbuch formuliert. War König Echnaton tatsächlich der Schöpfer des ersten Monotheismus der Weltgeschichte? Gilt er zu Recht als Vordenker der großen Religionsstifter Moses, Christus und Mohammed? Davon gehen viele Ägyptologen seit Ende des 19. Jahrhunderts aus. Die These ist heute gar Teil des kulturellen Mainstream geworden.

Anhand einer Vielzahl von Quellen – darunter die neuesten DNA-Analysen von Mitgliedern der Armana-Familie, die jüngst für Aufsehen sorgten – wagt Maciejewski einen neuartigen Blick auf die Geschichte Armanas. […] Die Geschehnisse der Armanazeit, so die zentrale These, sind in erster Linie macht- und sexualpolitisch, weniger dagegen religionspolitisch zu erklären. Folglich beruht das Lebenswerk des Echnaton nicht in der Stiftung einer monotheistischen Religion, sondern vielmehr in der Errichtung des ersten Gottesstaates der Weltgeschichte. „Echnaton – Zur Korrektur eines Mythos“ ist ein kenntnisreiches Sachbuch über eine der faszinierendsten Epochen des Altertums. Die vorhandenen Quellen werden vollkommen neu bewertet und setzen sich vor den Augen des Lesers zu einer spannenden, neuen Lesart der Geschichte zusammen. (Verlagsinformation)

Neues, psychoanalytisches Licht auf einen der berühmtesten Persönlichkeiten der Pharaonen-Geschichte. Das Buch erhellt die Amarna-Zeit, die Beziehungen Echnatons zu seinen Töchtern und zu den Mächtigen seiner Zeit. Vor allem interessant für ägyptische Verlage. (Samir Grees)

„Dabei erweist [Maciejewski] sich als gründlicher, sachverständiger und glänzend formulierender Rechercheur, Vermittler und Interpret.“
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Das glänzend geschriebene, die Ägyptologie in vieler Hinsicht herausfordernde Buch enthält über das hier knapp Berichtete hinaus noch manche anregende, auch die Gestalt des Ödipus und die Bibel einbeziehende Überlegung. – Echnaton und Nofretete werden Forschung und Phantasie noch ebenso lange beschäftigen wie die Themen Monotheismus und Inzest.“
(Neue Zürcher Zeitung)

„Man muss es deshalb uneingeschränkt begrüßen, dass wir jetzt mit einer Echnaton-Deutung konfrontiert werden, die das semantische Feld neu aufrollt, indem sie Bild, Körpergedächtnis und Sinnlichkeit in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt […]. Der Heidelberger Privatgelehrte Franz Maciejewski, dem wir mehrere Freud-Studien verdanken und der mit dem ägyptologischen Terrain ebenso vertraut ist wie mit dem der Gedächtnisgeschichte und der Psychohistory, entziffert die geheimnisvolle Gestalt des ‚Ketzerkönigs‘ Echnaton gleichsam materialistisch. […] Mit Maciejewskis höchst anregender Interventionen ist Bewegung in eine Debatte gekommen, die scheinbar schon beendet war. Besseres kann man von einem Buch nicht sagen.“
(Frankfurter Rundschau)



DER AUTOR
Franz Maciejewski, Dr. phil., geboren 1946, Soziologe mit Ausbildung in Psychoanalyse, ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen in den Bereichen Kultur- und Gedächtnisgeschichte der Moderne, Ethnopsychoanalyse und Freud-Biographie sowie Holocaust- und Antisemitismusforschung. Freier Autor. (Verlagsinformation)

    Übersetzungsförderung

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