Raab: Wir sind online – wo seid ihr?

Klaus Raab - Wir sind online – wo seid ihr? © Blanvalet VerlagKlaus Raab
Wir sind online – wo seid ihr?
Von wegen dummgesurft! Die unterschätzte Generation


Blanvalet Verlag, 2011, 336 Seiten

Klaus Raab ist 32 Jahre alt. Er ist bei Facebook, er twittert, chattet, kann ein Blog einrichten und beherrscht Online-Banking besser als Überweisungen auf Papier. Er saß vor 25 Jahren erstmals am Computer und ist doch kein „Digital Native“. Dazu ist er zu alt – denn er kennt noch eine Welt ohne Google und Handys. Aber er ärgert sich über die Stimmen der älteren, der politisch ach so bewussten Menschen, die „der Jugend“ Realitätsferne und Desinteresse vorwerfen und die im Internet den Untergang des Abendlandes sehen. „Wir sind online – wo seid ihr?“ verleiht dieser jungen Generation eine Stimme. Und die ist genauso engagiert, klug, politisch und modern wie früher. Nur besser vernetzt. (Verlagsinformation)

Das Buch will der heutigen Jugend, die gerne twittert, chattet, Blogs schreibt und auf Facebook ist, eine Stimme verleihen. Außerdem, so die taz, sei das Buch recht unterhaltsam und amüsant zu lesen. (Samir Grees)

„Sein Plädoyer für die ‚Digitale Generation‘ ist eine rasant geschriebene Bestandsaufnahme. […] Nach der Lektüre dieses charmanten Buchs können sich auch besorgte Noch-Erziehungsberechtige zurücklehnen: Alles halb so schlimm!“
(Spiegel Online)

„Klaus Raab hält ein Plädoyer für das Internet, für Demokratisierung, Partizipation und Individualisierung. Charmant, in unterhaltsamer und zuweilen witziger Sprache entkräftet er die beliebteste Kritik am Internet und seinen Nutzern. Das Web entfremdet von der ‚echten‘ Welt? Quatsch, das tun Massenmedien wie das Fernsehen mit ihrer Selektion viel stärker. Der ganze ‚Kommunikationsmüll‘ ist doch gar nicht zu bewältigen? Muss ja auch nicht zu bewältigen sein, das Internet zwingt zu nichts, aber ermöglicht alles. Die Jugend achtet im Internet nicht mehr auf ihre Daten? Studien zeigen: Junge achten sorgfältiger auf den Schutz ihrer Daten als Alte. Die Argumentation Raabs genießt beim Leser ob ihres Pragmatismus und ihrer Unaufgeregtheit eine Glaubwürdigkeit, die eine ideologisch bornierte Wutrede nicht hätte. Natürlich werden nicht alle Internet-Skeptiker überzeugt werden können. Doch zumindest werden sie eingeladen, sich selbst zu überzeugen. Der Titel des letzten Kapitels lautet nicht umsonst ‚Wir sind online, kommt doch auch!‘“
(taz)



DER AUTOR
Klaus Raab, Ethnologe und Absolvent der Deutschen Journalistenschule München, arbeitet als Autor und freier Journalist u. a. für den Freitag, die taz, die Berliner Zeitung und Neon. (Verlagsinformation)

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