Lehmkuhl, Tobias

Die Odyssee. Ein Abenteuer

© Rowohlt VerlagTobias Lehmkuhl – Die Odyssee. Ein Abenteuer © Rowohlt VerlagTobias Lehmkuhl
Die Odyssee. Ein Abenteuer

Rowohlt Verlag, 2013, 304 Seiten

Die Odyssee – ein Mythos, ein Abenteuer, ein Rätsel. Der genaue Verlauf der Irrfahrt ist unbekannt:
 Die Segel setzte Odysseus in Troja, doch nachdem ein widriger Wind die Umrundung des Peloponnes vereitelte, verliert sich seine Spur ...    Auch Tobias Lehmkuhl weiß noch nicht, wann und wo sein Abenteuer enden wird, als er von Trojas Ruinen aufs Mittelmeer hinausschaut. Wie Homers Held steht er vor einer Reise ins Ungewisse. Zufälle und Unwägbarkeiten führen Lehmkuhl nach Kea und Kythera, nach Neapel und Palermo, über Gibraltar und Malta schließlich doch nach Ithaka. Die „Odyssee“ im Gepäck, wandert er über Vulkan-Inseln und segelt durch die Ägäis, er verliebt sich in die Medina von Tanger, verpasst den Eingang zum Hades, lässt sich von Sirenen locken. Er freundet sich mit Grenzschützern an, lernt in Tunis vermeintliche Revolutionäre kennen, trifft Finanzinvestoren an der Costa de la Luz und besteigt den Vulkan Stromboli. Das Mittelmeer, unermesslich weit, unermesslich reich, erlebt Lehmkuhl als eine Welt, in der sich tausend Wege kreuzen, uralte und ganz neue, Wege von Kreuzfahrtschiffen und Flüchtlingsbooten, Fischern und Fernfahrer-Fähren. Eine packende Reise- und Abenteurergeschichte, die vom archaischen Zauber jener Landstriche zeugt, die als Wiege unserer Kultur gelten.
(Verlagsinformation)

Die Idee zu diesem Buch klingt größenwahnsinnig, aber das Resultat hat sich gelohnt. Der Journalist Tobias Lehmkuhl unternimmt die berühmteste Reise aller Zeiten noch einmal. Mit Homers Odyssee im Gepäck bereist er die Stationen der mythischen Irrfahrt. Die Verkehrsmittel haben sich geändert, Lehmkuhl ist mit dem Zug, dem Schiff und dem Flugzeug unterwegs. Und natürlich erlebt er zwischen Alexandria, Neapel, Tanger und Griechenland ganz andere, aber nicht unbedingt weniger aufregende Abenteuer, als solche, die der Mythos überliefert. Lehmkuhl zeichnet ein großes Panorama des Mittelmeers und seiner Anwohner, die trotz verschiedener Religionen und Nationalitäten eben doch zusammen gehören. Darüber hinaus ist dies nicht zuletzt ein höchst amüsant zu lesendes Buch, denn der Reporter verlässt sich nicht auf kulturgeschichtliche Bildung, sondern vertraut ganz dem Moment und seinen eigenen Wahrnehmungen.
(Ronald Düker)

„Lehmkuhl fährt nicht mit abgespeichertem Archiv zu den angesteuerten Schauplätzen, er hat weder Reiseführer noch Zettelkasten dabei und daher wirkt sein Bericht auch wie eine improvisierte Führung, zu der wir spontan eingeladen sind. Mit seiner Offenheit für überraschende, auch unerfreuliche Situationen und seinem brillanten Stil, der sich durch eine wohltuend subtile Ironie auszeichnet, muss er jedenfalls auch in die Liga der Edelfeder-Abenteurer wie Fermor, Chatwin oder O´Hanlon einbezogen werden.“
(Peter Münder, culturmag.de, 16. Oktober 2013)

„Tobias Lehmkuhl bereist auf den Spuren Homers das Mittelmeer und landet in der harten hellenischen Realität – Witz und Spannung entstehen aus dem schroffen Nebeneinander von Mythos und Alltag.“
(Christiane Schlötzer, Süddeutsche Zeitung, 29. Januar 2014)



DER AUTOR
Tobias Lehmkuhl – geboren 1976, studierte Literaturwissenschaft und Romanistik in Bonn, Barcelona und Berlin, wo er seit 2002 als freier Journalist arbeitet. Er schreibt Radiofeatures, Reportagen, Essays und Kritiken, vor allem für Die Zeit und Deutschlandradio Kultur.
(Verlagsinformation)

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