Schneider, Wolf

Der Soldat – Ein Nachruf

© Rowohlt VerlagWolf Schneider – Der Soldat – Ein Nachruf © Rowohlt VerlagWolf Schneider
Der Soldat – Ein Nachruf

Rowohlt Verlag, 2014, 544 Seiten

Weil die Ära des Soldaten, wie wir ihn kennen, zu Ende geht. Heute taugt der Soldat nicht mehr zum Siegen: Selbstmordattentäter, sogar Partisanen sind ihm überlegen, erst recht die Drohnen, die Atomraketen, die Computer und auch menschliche Kampfmaschinen wie die Navy Seals. Der „klassische“, der „symmetrische“ Krieg ist so gut wie gestorben.

Wolf Schneider geht dieser Entwicklung nach und nimmt dies zum Anlass einer umfassenden Erzählung: einer Geschichte des Soldaten, seines Handwerks, seiner Waffen, Strategien, atavistischen und kulturellen Motive, seiner gesellschaftlichen Stellung. Was waren das für Menschen, die da töteten oder auch nicht – wie taten sie es und warum? Wie ist es ihnen ergangen – auf dem Kasernenhof und in den Schlachten, die Länder verwüstet, Kulturen zerstört und Völker ausgerottet haben? Was trieb sie zu den Waffen – und wenn ihnen die Waffe in die Hand gezwungen wurde: Was zwang sie, von ihr Gebrauch zu machen?

Wolf Schneider breitet in diesem Buch eine umfassende Weltgeschichte der Menschen aus, die andere Menschen töten sollten – der Begeisterten (die gab es) und der in Uniform Gepressten, der Schinder und der Geschundenen, der schreienden Opfer und derer, die man allenfalls „Helden“ nennen könnte.
(Verlagsinformation)

Wenn es stimmt, dass der Krieg der Vater aller Dinge ist, dann ist der Soldat eine der ältesten Protagonisten unserer Geschichte. Der Journalist Wolf Schneider hat nun eine umfassend weltgeschichtliche Betrachtung dieser Figur vorgelegt. So alt das Handwerk des Soldaten aber auch ist – Schneider bezeichnet sein Buch als einen Nachruf. Die neuen automatisierten Techniken des Kriegshandwerks, darunter unbemannte Drohnen, der Einsatz hoch spezialisierter Söldner und Special Forces auf der einen sowie der Partisanenkampf des internationalen Terrorismus auf der anderen Seite werde den klassischen Soldaten schon in naher Zukunft völlig überflüssig machen. Wolf Scheider vollzieht die Geschichte des Kriegers von der Antike bis in die Gegenwart und hin zu den Cyberwars der nahen Zukunft nach, in denen, so prognostiziert es der Autor, der Soldat im klassischen Sinne keine Rolle mehr spielen wird.
(Ronald Düker)

„Wolf Schneiders Buch, pointiert geschrieben und messerscharf analysierend, ist eine inspirierende Lektüre.“
(Günter Kaindlstorfer, Deutschlandfunk, 10. März 2014)

„Was Wolf Schneider hier vorgelegt hat, ist ein von Herzen kommender Protest gegen die Brutalität, Verrohung, Entmenschlichung der Menschen durch den Krieg.“
(Joachim Käppner, Süddeutsche Zeitung, 12. August 2014)



DER AUTOR
Wolf Schneider – geboren 1925, ist seit über 20 Jahren Reporter für Geo und seit mehr als 50 Jahren Journalist: Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Washington, Verlagsleiter des Stern, Chefredakteur der Welt, Journalisten-Ausbilder, Fernsehmoderator. Er hat zahlreiche Sachbücher geschrieben. 1994 verlieh die Gesellschaft für Deutsche Sprache Schneider den Medienpreis für Sprachkultur.
(Verlagsinformation)

    Übersetzungsförderung

    Das Förderprogramm des Goethe-Instituts unterstützt ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur.