von Schirach, Ariadne

Du sollst nicht funktionieren – Für eine neue Lebenskunst

© Klett-Cotta VerlagAriadne von Schirach – Du sollst nicht funktionieren © Klett-Cotta VerlagAriadne von Schirach
Angezogen
Du sollst nicht funktionieren
Für eine neue Lebenskunst


Klett-Cotta Verlag, 4. Auflage 2014, 186 Seiten

Wir wollen attraktiv sein und für immer jung bleiben. Wir streben nach Glück, Gesundheit, Erfolg. Wir sehnen uns nach Anerkennung, Sicherheit und Liebe. Und wir glauben, wenn wir nur hart genug an uns arbeiten und immer alles richtig machen, werden wir all das auch bekommen. Doch stimmt das wirklich? Ariadne von Schirachs Essay ist eine furiose Anstiftung, das Leben zu wagen, anstatt es zu verwalten. Optimierung und Ausbeutung sind allgegenwärtig. Die Natur, bedroht durch Profitgier und schiere Blödheit, ist uns fremd geworden. Das betrifft auch uns, unseren Umgang mit unserem Körper, der kontrolliert und nicht mehr bewohnt wird, unsere Beziehungen und Freundschaften, die uns nützen sollen, anstatt uns zu bereichern. Doch vor allem werden die Anforderungen an uns selbst immer maßloser.

Du sollst nicht funktionieren ist eine kluge Polemik gegen den Selbstoptimierungswahn, eine leidenschaftliche Beschwörung des echten Lebens und ein Plädoyer für eine neue Lebenskunst.
(Verlagsinformation)

An Büchern, die eine Anleitung zu einem effizienteren Leben und Arbeiten versprechen, ist kein Mangel. Die Essayistin Ariadne von Schirach nähert sich dem Thema von der anderen Seite. Ihr Gebot Du sollst nicht funktionieren fußt auf der Überzeugung, dass über dem ständigen Leistungsdruck das eigentlich lebenswerte Leben Schaden nimmt. Stattdessen schlägt von Schirach eine „poetische Revolution“ vor, die den rätselhaften und irritierenden Dingen wieder einen größeren Platz einräumt. Wer nämlich den Blick für „Schönheit und Verfall“ verliere, wer nur noch arbeite, dem puren Erlebnis aber keinen Raum gebe, wer sich nur darauf konzentriere, ein gutes Bild vor den anderen abzugeben, der nehme sein Leben nicht ernst. Von Schirach leitet diese These von Exkursen zu den Philosophen Epikur, Kant und Heidegger ab, und erzählt von beispielhaften Lebenssituationen in halbliterarischen Anekdoten, für die sie fiktive Protagonisten entwickelt hat.
(Ronald Düker)

„...eine scharfsinnige Anklageschrift, düster und poetisch im Tonfall.“
(Emotion, März 2014)

„Ariadne von Schirach plädiert für eine innere Umkehr, einen neuen Modus: Weniger gestalten, differenzieren, urteilen. Mehr aushalten, zulassen, dulden.“
(Felix Stephan, Die Welt, 20. Februar 2014)



DIE AUTORIN
Ariadne von Schirach – geboren 1978 in München. Die Philosophin lehrt an der Berliner Universität der Künste und arbeitet als freie Journalistin.
(Verlagsinformation)

    Übersetzungsförderung

    Das Förderprogramm des Goethe-Instituts unterstützt ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur.