Rabi Jaber
Nicht den Turmbau zu Babel, sondern die Bibliothek von Alexandria nahm sich der jugendliche Autor zum Vorbild für sein literarisches Schaffen... oder vielleicht gar eine Pyramide, wie ein Held Rabii Jabers sagt? Bisher hat er sein Versprechen gehalten, denn in weniger als einem Jahrzehnt hat er zehn Bücher vorgelegt.
Rabii Jaber wurde 1972 in Baaqlin im Libanon geboren. Nach seinem Schulabschluss studierte er Physik an der American University of Beirut.
Mit zwanzig Jahren erschien sein erster Roman Der Herr der Dunkelheit. Drei Jahre später sein zweiter Roman Schwarzer Tee, der bereits als Schlüssel zu seinem späteren Werk gelesen werden kann. 1996 veröffentlichte Rabii Jaber dann unter dem Pseudonym Nur Khater den Roman Der blaue Schmetterling.
In seinem Buch Ralf Risqallah im Spiegel verarbeitete er die Biographien zweier authentischer Personen: des Universitätsdozenten Ralf Rizqallah, der sich das Leben nahm, und des Cineasten Maron Baghdadi, der durch ungeklärte Ursachen in den Tod gestürzt ist.
Das Werk stieß auf starke Ablehnung, was den Autor dazu veranlasste, seine folgenden Werke mit dem Hinweis zu versehen: „Ähnlichkeiten zu lebenden Personen sind rein zufällig.“
Später empfand Rabii Jaber einen Widerwillen gegenüber dem Leben, zog sich zurück und schrieb nun mehr historische Romane, in denen er Realität und Phantasie miteinander versöhnte. Es entstanden Ich war ein Prinz, Der letzte Blick auf Kin Sai, Josef der Engländer und Die Reise des Granadiers.
Ungeachtet seiner nihilistischen Weltsicht und Misanthropie liebt Rabii Jaber Cartoons wie Lucky Luke, Superman und Spiderman. Sie liefern ihm moderne Mythen, die er mit Humor in sein ansonsten so seriöses Werk einarbeitet.
- 1992 wurde der Autor mit dem Kritikerpreis für den Roman Der Herr der Dunkelheit ausgezeichnet.






