Alaa Hulaihil
Unfreiwillig pendelt er zwischen der palästinensischen Identität in Israel, seiner israelischen Staatsangehörigkeit und dem Palästinenser-Sein in West Bank und im Gaza Streifen. Wegen seiner journalistischen Tätigkeit ist er ständig auf Reisen, sowohl geographisch als auch zwischen den verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Gruppen.
Geboren 1974 in Jesh in Galiläa (heute Israel), studierte Alaa Hulaihil Medienwissenschaften und Kunst und arbeitet zur Zeit an einer Magisterarbeit im Fachbereich Philosophie und Literatur. Nebenher arbeitet er als Journalist und übersetzt literarische Texte und Theaterstücke.
Der Roman Der Zirkus erzählt von den Schwierigkeiten, auf die man stößt, wenn man hinter die Kulissen der Tagesereignisse sieht und dabei unbequeme oder widersprüchliche Details aufdeckt. Die hier beschriebenen Schwierigkeiten reflektieren die Scheinheiligkeit einer Gesellschaft, die Alaa Hulaihil mit Sarkasmus kommentiert.
Neben der Arbeit an seinen Romanen schreibt der Autor mit Vorliebe Kurzgeschichten, die er als eine Art Polaroidaufnahme betrachtet, die keines zeitlichen Rahmens bedürfen. Auf diese erzählerische Ent-Rahmung bezieht sich der Titel seines Erzählbandes: Geschichten für Zeiten nach Bedarf, der 2003 in Beirut erschienen ist.






