Ajeab, Haifa Yousef

Haifa Yousef Ajeab

(Syrien)

Vollkommenes Glück oder persönliche Frustration: Emotionale Ausnahmesituationen bestimmen das literarische Werk von Haifa Youssuf Ajeab. Ihre Vorstadt-HeldInnen erleben grobe, herbe Geschichten, aber auch bittersüße um Liebe, mit einem Hauch von Nostalgie. Vor der Kulisse überkommener Werte und gegenwärtiger „Invention of Traditions“ in den Neubauvierteln stadtauswärts erzählen ihre Figuren von der Ambivalenz des moderen Lebens.

Haifa Yousef Ajeab wurde 1973 in Damaskus geboren. Nach dem Abschluss des Journalistikstudiums an der Universität von Damaskus 1995 stellte sie fest, dass Kurzgeschichten ihr Ausdrückmöglichkeiten eröffnen, die ihr Artikel oder Reportage nicht zu bieten vermögen. Gleichzeitig lieferte ihr die Journalistik jedoch das nötige Rohmaterial für ihre Erzählungen.

Haifa Yousef Ajeab arbeitet derzeit in der Informationsabteilung des "Ministeriums für Erdöl und metallische Bodenschätze".

In der Titelgeschichte ihres Erstlingswerkes Mein Zopf und die Ideologie werden die Haare der Frau zu einem Symbol und gleichzeitig zu einem Prüfstand der Liebe. Unterhaltsam und intelligent erzählt sie die Schicksale verschiedenster Charaktere: die junge Frau, die altklug eine Vernunftehe der großen Liebe vorzieht oder ihre junggebliebene Großmutter, die ihren aufrichtigen und ungebändigten Gefühlen ihr Leben lang treu bleibt.

In ihrem neuen Band, der noch keinen Titel trägt, spielen die Figuren unterschiedlichste Rollen, verkleiden sich, treten als Könige auf oder als Bettler, bis zum Schluss der Vorhang fällt „... und alle Männer und Frauen sind bloße Spieler“

 

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