Abduh Khal
Aus dem Roman Die Tage verbergen niemanden
Übersetzt von Claudia Knieps
Aus den Fenstern des Hotels Atlas reckten sich viele Hälse. Auf dem Platz der Hinrichtung verteilten sich Wachen, die den Zustrom der Menschen verhinderten, indem sie ihre Arme verschränkend einen Kreis bildeten. Der Scharfrichter war nicht imstande mit Unterstützung der Polizisten jenen Kreis zu durchschreiten. In der Mitte des Platzes standen zwei Fahrzeuge. Eins war ein Gefängniswagen und das andere ein Wagen der Ambulanz. Nachdem der Scharfrichter in der Mitte des Platzes stand, stieg aus dem Gefängniswagen ein großgewachsener Körper aus. Sein Besitzer ging mit bedächtigen Schritten, lehnte ab, dass ihm die Augen verbunden werden, und murrte über jene Fesseln, die ihn behindern. Vor und hinter ihm kamen die Wachen in Bewegung. Als einer der Wachen versuchte, ihn zum Sitzen zu veranlassen, stieß er ihn mit seiner Schulter und setze sich in einer Position eines halben Kniefalls wie beim Gebet hin, ohne zu beachten, was der Vertreter des Gerichts in der Erklärung der Anklage verlas.
Seine beiden Augen eilten über die sich drängende Menge. Als er Abu Isa sah, erhob er sich aus seiner Position und rief ihm zu:
Ist der Hinkende nicht gekommen .. Ich will ..
Bevor er seinen Satz vollenden konnte, hatte der Scharfrichter seinen Kopf mit einem Schlag getroffen, von dem das Knirschen der Knochen, die zertrümmert wurden, zu hören war. Er fiel zurück und sein Hals neigte sich zur rechten Seite. Die Worte die gerade herauskamen, wurden geröchelt, als das Blut aus seiner Kehle hervorströmte. Als er versuchte sich zu erheben, ließ der Scharfrichter einen Schlag nachfolgen, der seinen Kopf bis in die Nähe von den Füßen der Stehenden rollen ließ.
In diesem Moment stieg ein schriller Triller von einer Frau auf, die hinter der Volksansammlung stand. Sie fuhr mit ansteigenden Wehklagen fort und schrie:
O, der, der nicht stirbt1, hab Erbarmen mit dem, der stirbt.
1Eine Bitte an Allah, der die Eigenschaft hat, nicht zu sterben.






