Mohamed al-Ameri
Aus dem Gedichtband Das Gartenhemd
Übersetzt von Nuha Sarraf Forst und Angelika Rahmer
Ich werde vom Wind sprechen, wenn er an ihrem mondgleichen Gewand vorüberweht und von ihrer Hand in meiner.
Ich werde vom Fluss in den Tiefen ihres Dekoltées sprechen, wenn er seine Träume in rotem Karneol poliert und an ihrem Schatten vorbeigleitet.
Seit fünfzig Versprechen webst du eine Nelke, im Faserwerk verwelkt. Du webst mein Herz und sein Beben hinter den Rippen.
Ich spreche von der Liebesglut ... von Bildern, an den Wänden seufzend,
und von deiner marmornen Hand, die an meinem Hemd zupfen will.
Dort winkst du wie ein Apfel, der in unklares Dunkel fiel.
Dort gehst du vorbei ... da, wo die Finger sich gern aufhalten.
Damit du meinen Mond wäschst.
Und auch dich wäschst an der luftigen Tür.
Dort werde ich verweilen, nahe der Tür zum Donnerstag.
Und weit entfernt vom Wasser mein Keuchen löschen.
Ich bin einer, der sich sehnsüchtig in die Liebe stürzte.
Und der von Zweifeln befallen wird.
Allein schließe ich Freundschaft mit meinen Illusionen
und lasse das Haus der Leidenschaft und meiner Pein zurück.
Ich falle herab wie eine einfache Sternschnuppe,
die an deinem steinernen Spiegel neben den wiehernden Kleidern schwer zu tragen hat.
Wir werden an unseren Türen verharren.
Wir deuten die Zeit unter Dächern, deren Bewohner die Eiche der Häuser beweinen.
Und kehren zurück mit Jasmin in den Händen und den Straßenstaub auf den Schultern.
Ich spreche von Mord.
Von einem fragenden Mond in den Fensterscheiben.
Von einem Baum, der sich nach dem Blau des Meeres sehnt.
Von einem leichtsinnigen Stein im Nebel.
Und von mir, wenn das Meer aufblitzt und zurückkehrt.
Du bist meine Tinte auf den Blättern des Grases.
Ein Blitzen, das sich verdichtet in den Dunkelheiten des Ortes.






