Mohana, Nazem

Nazem Mohana

(Syrien)

Nazim Mohana vermeidet die offene Konfrontation: Durch seine subtile Sprache jedoch übt er eine subversive Kritik an der Gesellschaft. Mit seinem literarischen Werk bemüht sich Nazim Mohana konsequent um die Erneuerung der arabischen Prosasprache. Ziel dieses Schreibprojekts ist eine grundlegende Befreiung von rhetorischen Zwängen.

Nazim Mohana wurde 1960 in Deir az-Zor geboren und wuchs in einer ländlichen Familie an der Küste Syriens auf. 1999 beschloss er seine Studien in Arabischer Literatur an der Universität von Damaskus. Er veröffentlichte Kurzgeschichten und literarische Texte in arabischen Zeitungen und Zeitschriften, von denen er einige selbst gründete. Zurzeit arbeitet er als Redakteur und Leiter des Bereichs „Studien“ in der Zeitschrift „Mīrā“.

Nazim Mohana wurde durch seinen Erzählband Wächter der Welt und Die alte Erde bekannt. Aus kleinen Ereignissen seines Umfeldes skizziert er ein kollektives Unterbewusstsein, das vielleicht unsere weite und doch zu enge Welt zu erklären vermag.

In einem Interview mit der syrischen Zeitung "ath-Thaura" aus dem Jahr 2000 formuliert Nazim Mohana sein Selbstverständnis als Autor treffend: "Der Abstand zwischen dem Leser und dem Autor ist kleiner geworden. Der Autor lernt stets vom Leser und braucht ihn (...). Wir schreiben nicht für ein eitles Wesen, das sich vergnügen will, sondern für einen Leser, der unsere Mühsal teilt. Leser und Autor treffen sich, jeder aus seiner Richtung kommend, auf dem Papier...“

...oder auf unserer Website mit dem virtuellen Traumhahn und seinen Hühnern, aber lieber Leser: „Amüsier dich nicht zu sehr und treib keine Scherze mit dem Huhn von Abu Hassan, denn es ist schon alt.“

 

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