Zuhur Karam
(Marokko)
Kritische Literatur und literarische Kritik verschmelzen bei Zuhur Karam zu einem experimentellen Gesamtkunstwerk. Ihre heterogenen Texte reflektieren hierbei die Vielfalt und Widersprüchlichkeit der Existenz, ohne sie durch geläufige Pop-Theorien zu unterfüttern und dadurch zu entschärfen.
Zuhur Karam wurde 1962 in Settat geboren und besuchte in Casablanca das Gymnasium. In Rabat studierte sie anschließend arabische Literatur, wo sie 1999 den Doktortitel erwarb. Heute arbeitet Zuhur Karam an der Ibn-Toufail-Universität in Kenitra.
In ihrem erzählerischen Werk macht sich die Autorin die „Unruhe des Schreibens“, wie sie es nennt, kreativ zu Nutzen. Durch den Akt des Schreibens konfrontiert sie sich und den Leser mit einer „existentiellen Verunsicherung“, die den Blick weitet für das Flüchtige und Vergängliche. Mit ihren Büchern der Unruhe schreibt Zuhur Karam auf, was dem Vergessen anheim fällt oder ihm preisgegeben wird: Orte und Zeiten oder Erinnerungen und verborgene Träume. Dabei benutzt sie die Literatur als ein vielschichtiges Notationssystem, in welchem sie mit geradezu seismographischer Aufmerksamkeit den Wandel der Dinge aufzeichnet.






