Shinger, Osman

Osman Shinger

(Sudan)

Stadt Ç Land: Das literarische Werk von Osman Shinger kreist um das Wechselverhältnis von Stadt- und Landleben. Ohne auf den klischeebehafteten Gegensatz zwischen beiden einzugehen, zeigt er das Nebeneinander von traditionellem Lebensraum und urbaner Zivilisation. Diese definieren sich über Nähe oder Entfernung zum jeweils Anderen und bilden eine Schnittmenge. Inwiefern sie Differenzen ausbilden und auf äußere Einflüsse, wie etwa Krieg reagieren, beschreibt das literarische Werk von Osman Shinger.

Osman Ahmad Osman Ali Shinger, bekannt unter dem Namen Osman Shinger, wurde 1970 im sudanesischen Regierungsbezirk Weißer Nil geboren. Er wuchs in einer Familie des Mittelstands auf, die in die Hauptstadt Khartum übersiedelte. Während seiner Gymnasialzeit war er politisch aktiv, später an der Universität spielte jedoch die Kulturszene für ihn eine größere Rolle. Neben Kurzgeschichten und Romanen verfaßt er auch Theaterkritiken und schreibt täglich die Kolumne „Wege“ in der Zeitung „al-Ayyām“.

Zu den wichtigsten Veröffentlichungen von Osman Shinger gehört der Erzählband Die Rückkehr des zweiten Mannes aus Aleppo. In seinem zweiten Erzählband Die kleinen Sünden des Lebens entwirft er ein Doppelbild der sozialen Veränderungen, die einerseits durch wirtschaftliche Veränderungen bedingt sind, andererseits aber auch durch ein neues Selbstbewusstsein geprägt werden.

  • 1992 zweiter Preis der Zeitung „al-Masīra“ für die Erzählung „Die Rückkehr des zweiten Mannes aus Aleppo“

  • Zweiter Preis des Ali al-Makk-Wettbewerbs für die Erzählung „Die kleinen Sünden des Lebens“, den das französische Kulturzentrum in Sudan in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „al-Bayān“ verleiht

 

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