Thomas Großbölting und Rüdiger Schmidt

© Verlag Vandenhoeck & RuprechtGroßbölting/Schmidt – Der Tod des Diktators. Ereignis und Erinnerung im 20. Jahrhundert. © Vandenhoeck & Ruprecht
Der Tod des Diktators.
Ereignis und Erinnerung im 20. Jahrhundert.
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, 2011 – 320 Seiten
ISBN: 978-3-525-30009-1

Arabische Ausgabe
Markaz al-Maḥrūsa
2015
Übersetzung: Dr. Ola Adel Abdel Gawad

Der Diktator ist tot – was jetzt?, so könnte die zeitgenössische Abwandlung von „Der König ist tot – es lebe der König“ lauten. Während die damalige französische Heroldsformel die monarchische Erbfolge sichern und einem möglichen Machtvakuum vorbeugen sollte, bedeutet der Herrscher-Tod in den Diktaturen dieses Jahrhunderts oft einen machtpolitischen Einschnitt ohnegleichen. Die unter dem Titel Der Tod des Diktators versammelten Beiträge untersuchen den Tod des Mächtigen und seine Inszenierung.

Ob der öffentlich an den Füßen aufgehängte und später verschleppte Leichnam Mussolinis, die Einbalsamierung desverstorbenen Stalin oder der Sturz der Statue Saddam Husseins und seine Hinrichtung gut drei Jahre später– die Umstände des Ablebens wie auch der Umgang mit dem Tod und dem Toten waren immer ein symbolischer Akt von höchster machtpolitischer Relevanz. Sie erzählen ebenso viel über den Charakter der mit dem Toten verbundenen Diktatur wie über das politische Erbe des Zwangsregimes, mit dem die Nachfolgegesellschaft umzugehen hatte.
(Verlagsinformation)

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