
Von mir ist nur der Blick auf die Dinge in diesem Buch. Zsusza Bánk |
Zsuzsa Bánk wird 1965 in Frankfurt am Main geboren. Die Tochter ungarischer Emigranten arbeitet als Buchhändlerin, studiert Publizistik, Politik und Literatur in Mainz und Washington D.C. und wird anschließend Wirtschaftsredakteurin beim Mitarbeiterfernsehen der Deutschen Bank. Zsuzsa Bánk lebt in Frankfurt als freie Autorin.
Schreiben gehört neben Lesen schon immer zu Zsuzsa Bánks Leben. Sie schreibt seit sie elf, zwölf Jahre alt ist Tagebuch und Geschichten und leidet regelrecht, wenn sie nicht schreiben kann. Dennoch hat sie nicht geplant, Schriftstellerin zu werden, denn „das ist nichts, was man in die Wege leiten kann“. Aber vom literarischen, feuilletonistischen Schreiben leben zu können, das sei als „Traum sicher immer vorhanden gewesen“.
In „Der Schwimmer“ schlägt die Autorin einen wehmütigen Ton an. Die Geschichte spielt in Ungarn nach dem fehlgeschlagenen Aufstand von 1956. Zugleich handelt die Geschichte vom Verlust der Mutter. Obwohl es sich nicht um einen autobiographischen Text handelt, scheint Vergänglichkeit ein Grundthema von Zsusza Bánk zu sein.
„Ich bin eher ein ängstlicher Mensch. Das hat mit meiner Angst vor Vergänglichkeit zu tun, vor Abschieden, letztlich vor dem Tod. Das ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt, obwohl das banal klingt. Ich kann mir niemanden vorstellen, der sich nicht damit beschäftigt. Mir stellt sich eher die Frage: Wie können wir so selbstvergessen leben, wo wir doch ständig wissen, daß wir sterben müssen. Wieso laufen wir nicht schreiend auf die Straße, werfen uns hin, wieso protestieren wir nicht dagegen, dass uns das angetan wird? Das ist es, was mich beschäftigt, es ist diese Ängstlichkeit, diese Grundangst.“
(Zsusza Bánk in einem Interview im ORF von 2006)
Für ihren Debütroman „Der Schwimmer“ (2002) erhält sie u.a. den Aspekte-Literaturpreis und den Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg. 2003 wird sie mit dem Literaturförderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung und 2004 mit dem Adalbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet.
Copyright: Goethe-Institut Barcelona








