Ulrike Draesner: Porträt

Ulrike Draesner, © Amsel

Lyrik ist Gehen am Grund der Sprache.

Ulrike Draesner



Ulrike Draesner wurde 1962 in München geboren. Sie studierte Jura, Germanistik, Anglistik und Philosophie in München, Salamanca und Oxford. Vier Jahre lang war Ulrike Draesner wissenschaftliche Assistentin an der Universität München, 1992 promovierte sie über Wolfram von Eschenbachs Parzival. 1993 gab sie ihre wissenschaftliche Laufbahn auf, um sich ganz der Schriftstellerei widmen zu können. Die Autorin lebt in Berlin.

Ulrike Draesners Gedichte und Prosa zeichnen sich durch ihre große sprachliche Präzision und den Einsatz von Elementen der Wahrnehmung und Erinnerung aus, mit denen sie Stimmungen einerseits überscharf fixiert und dabei den Leser dennoch bewusst desorientiert. Dazu sagt sie: „Literatur und die Erkenntnis, die sie transportiert, besteht für mich ganz wesentlich daraus, Verbindungen aufzuweisen, Verbindungen, die man typischerweise oder dem Klischee nach nicht sieht, die vielleicht auch neu entstanden sind. Das sind Momente, in denen dann zwei Funken zusammenschießen und etwas Neues entsteht. Solche Augenblicke, die einen zum Staunen bringen, etwas anregen und einen Gedanken durch ein Bild schaffen, das würde ich als den Kern meines Schreibens bezeichnen und – auf der anderen Seite – auch meiner Leselust.“
Ulrike Draesner im Gespräch mit Rolf Bernhard Essig, in: Neue Deutsche Literatur, Heft 6/2003

Die Autorin wurde 1995 mit dem Leonce-und-Lena Förderpreis für ihren ersten Gedichtband gedächtnisschleifen ausgezeichnet, 1997 erhält sie den Bayerische Staatsförderpreis für Literatur, 2001 der Hölderlin-Förderpreis und 2002 den Preis der Literaturhäuser.
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Ulrike Draesner im Bibliothekskatalog

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Hörprobe

Ulrike Draesner liest ihre Gedichte.