Hans Magnus Enzensberger: Porträt

Hans Magnus Enzensberger, © Mariusz Kubik

Der Kern meiner literarischen Arbeit ist die Poesie.

Hans Magnus Enzensberger



1929 wurde Hans Magnus Enzensberger in Kaufbeuren im bayrischen Allgäu geboren. Er studierte Literaturwissenschaften, Sprachen und Philosophie in Erlangen, Freiburg im Breisgau, Hamburg und Paris. 1955 promovierte er mit einer Arbeit über Clemens Brentanos Poetik. Als freier Schriftsteller lebte er in Norwegen, Italien, den USA und Kuba, bevor er sich in München niederließ.

1965 gründete er die Zeitschrift Kursbuch im Suhrkamp Verlag, das bis zu seiner Einstellung 2008 ein Sprachrohr europäischer Intellektueller war. Enzensberger arbeitete als Herausgeber verschiedener Aufsatz- und Gedichtbände und als Übersetzer englischer, französischer, italienischer, spanischer und schwedischer Autoren. Berühmt wurde er vor allem durch seine politischen Essays, widmete sich aber auch dem Theater und dem Hörspiel. Seit 1985 ist Enzensberger Herausgeber der Anderen Bibliothek.

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So vielfältig seine Tätigkeit auf dem Spielfeld der Literatur ist, so unterschiedlich und kontrovers sind auch die Meinungen über Enzensberger. Ebenso wie man ihn als „Zerstörer der Literatur“, als „Neokonservativen“ bezeichnete, haftete ihm das Etikett des „Anarchisten“, des „Chefideologen“, des „interessantesten Intellektuellen seiner Generation“ an. Pluralismus nennt Enzensberger das und weist sich damit nicht nur als Liebhaber ästhetischer Wortspielereien aus, sondern auch als bissiger Gesellschaftskritiker. Charakteristisch für das gesamte Werk Enzensbergers ist die Idee der Kritik, des Aufdeckens gesellschaftlicher Inkonsistenzen, der „Aufklärung“.

Ohne Frage, Hans Magnus Enzensberger ist einer der bedeutendsten Intellektuellen Deutschlands. Doch nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland genießt der „unverbesserliche Humanist“ (Patrick Bahners, FAZ) höchste Anerkennung.

Enzensberger wurde mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. 1963 erhielt er den Büchner Preis, 1985 den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln und 1998 den Heinrich-Heine-Preis. 2002 wurde er mit dem spanischen Prinz-von-Asturien-Preis und 2006 mit dem Premio d’Annunzio für sein Lebenswerk geehrt.

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    Hans Magnus Enzensberger im Bibliothekskatalog

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