Durs Grünbein: Porträt

Durs Grünbein, © Jürgen Bauer

… Es geht immer darum, nicht stehenzubleiben. Für den Künstler gilt das in ganz besonderem Maße. Man muß aufbrechen, um wie Odysseus eines Tages wiederkehren zu können.

Durs Grünbein

Durs Grünbein wurde am 9. Oktober 1962 in Dresden geboren, wo er bis zum Abitur lebte. 1986 zog er nach Berlin und studierte dort für ein Jahr Theaterwissenschaften an der Berliner Humboldt-Universität. Grünbein war bei verschiedenen Zeitschriften tätig und knüpfte währenddessen Kontakte zu Aktionskünstlern, Schauspielern und Malern. Der Teilnahme an Ausstellungsprojekten folgten u.a. Performances in Galerien. Nach der Wiedervereinigung im Jahre 1989 reiste der Autor durch Europa, Südostasien und in die USA; Amsterdam, Paris, Toronto und Wien zählten u.a. zu seinen Aufenthaltsorten. Der Lyriker, Essayist und Übersetzer lebt in Berlin.

Durs Grünbein zählt zu den wichtigsten Vertretern der jüngeren Lyriker-Generation. Von Kritikern wird Grünbein für seine schriftstellerische Vielseitigkeit, seine glänzenden poetologischen Essays und die „Schwindel erregende Virtuosität“ seines Schaffens mit Lob überhäuft.

Grünbeins Wirklichkeitserleben äußert sich in seinen Gedichten in krassen und direkten Bildern, die unter anderem Protest gegen eine immer ungreifbarer werdende Realität sind. In seinen Werken steht zwar oftmals die Auseinandersetzung mit der untergegangenen DDR im Vordergrund, reicht aber gleichzeitig weit darüber hinaus.

Grünbein war Stipendiat des German Department der New York University und der Villa Aurora in Los Angeles und wurde u.a. mit dem Leonce-und-Lena Förderpreis (1989), dem Georg-Büchner-Preis (1994) und dem Friedrich-Hölderlin-Literaturpreis (2005) ausgezeichnet.

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Durs Grünbein liest Gedichte