

Ich finde es immer sehr schön, wenn sich meine Erfindungen an der Wirklichkeit beweisen. Thomas Hettche |
Thomas Hettche wurde 1964 in Treis bei Gießen geboren. Er studierte Germanistik und Philosophie in Frankfurt und promovierte mit einer medienhistorischen Arbeit über Venedig. Neben der schriftstellerischen Arbeit ist er auch für die FAZ und die NZZ tätig. Hettche gehörte von 1995 bis 1999 der Jury beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt an. Daneben gab er im DuMont Buchverlag die Online-Anthologie NULL heraus. Stationen seines Lebens waren u.a. Rom, Krakau und Los Angeles. Seit 1992 lebt er als freier Schriftsteller in Berlin und Erschmatt in der Schweiz.
Mit seinem ersten Roman Ludwig muss sterben (1989) wurde er schlagartig bekannt.
Der literarische Durchbruch gelang ihm jedoch mit dem Roman Der Fall Arbogast. Hier handelt es sich um einen Kriminalfall nach historischer Vorlage und einen der „spektakulärsten Justizskandale der Nachkriegszeit“. Wie auch in seinen anderen Werken spielen darin Sexualität, Gewalt und aufgeschnittene Leichen eine große Rolle. Sein besonderes Interesse gilt Geschichten, „die auf der Haut passieren“. Für den Fall Arbogast habe er „viel recherchiert“. Er erkundete die Lebensumstände seines Helden so genau, dass er sich sogar in eine Zelle einschließen ließ.
Thomas Hettche erhielt u.a. den Robert-Walser-Preis (1990) und stand 2006 auf der Shortlist zum deutschen Buchpreis.









