Auslandsgeschäft

Das Auslandsgeschäft hat eine hohe Relevanz für die Verlagswirtschaft. Zwei Drittel aller deutschen Verlage sind bereits international aktiv und vor allem Fachverlage sind deutlich aktiver in diesem Bereich als noch einigen Jahren.

Deutschsprachige Literatur ist im Ausland gefragt. Seit 1995 ist die Zahl der Lizenzen deutscher Verlage ans Ausland stetig gestiegen, 2012 wurden insgesamt 6.855 vergeben. Am wichtigsten sind die europäischen Partner mit 66 Prozent der Lizenzen. Hierbei rangieren Spanien, die Tschechische Republik, Italien, Frankreich und die Niederlande auf den ersten Plätzen.

Übersetzungen

Der Übersetzungsmarkt in Deutschland zeigt sich trotz kleinerer Veränderungen in den letzten Jahren stabil. Englisch dominiert als Ausgangssprache für Übersetzungen ins Deutsche (67,6 Prozent) während Übersetzungen aus dem Französischen (10,2 Prozent) wie auch in den Vorjahren den zweiten Platz belegen. Auf dem dritten Platz folgt Japanisch mit 5,8 Prozent, wobei sich dies durch Übersetzungen aus dem Comic-Genre erklären lässt. Alle anderen Sprachen liegen mit Abstand dahinter, wobei sich die Zusammensetzung der wichtigen Übersetzungssprachen im Lauf der letzten fünf Jahre nur wenig verändert hat.

Auffallend ist hierbei der Zusammenhang zwischen den Platzierungen und den Gastländern der Frankfurter Buchmesse. In Folge dessen wurde beispielsweise 2010, im Jahr des Gastland-Auftrittes Argentiniens, verstärkt aus dem Spanischen übersetzt, während 2012, im Vorjahr des Brasilien-Auftrittes auf der Frankfurter Buchmesse, Portugiesisch unter den Top-20 der Ausgangssprachen für Übersetzungen ins Deutsche war.
Links zum Thema

Bibliothekskatalog des Goethe-Instituts

Der Katalog der Goethe-Institute weist die Medienbestände der Bibliotheken in den Goethe-Instituten im Ausland nach.