Verlage

Die Geschichte des deutschen Verlagsbuchhandels beginnt mit Johannes Gutenberg. 1455 erschien in Mainz die Gutenberg-Bibel, das erste mit beweglichen Lettern gedruckte Buch in Europa. Die führende deutsche Verlagsstadt war seit dem Ende des 15.Jahrhunderts Frankfurt am Main, bis im 18.Jahrhundert Leipzig diese Rolle übernahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte Frankfurt seine führende Position wieder. Heute gibt es bedeutende Verlage in vielen Städten Deutschlands, zum Beispiel in München, Berlin, Frankfurt am Main und Köln.

Die Buchproduktion in Deutschland nimmt international nach dem englischsprachigen Weltmarkt und China den dritten Platz ein. Der gemeinsame Sprachraum bringt es mit sich, dass Österreich und die Schweiz mit Abstand die führenden Abnehmerländer deutscher Bücher sind. Im Jahr 2012 wurden etwa 80.000 Neuerscheinungen publiziert. Belletristik war die größte Kategorie, gefolgt von Kinder- und Jugendliteratur, Sachbüchern und Ratgebern, Schule und Lernen. Der deutsche Markt für Bücher (einschließlich Fachzeitschriften) hat ein Volumen von gut 9,52 Milliarden Euro.

Zurzeit sind etwa 1,7 Millionen Titel aus über 21.000 Verlagen lieferbar und im VLB (Verzeichnis Lieferbarer Bücher) online recherchierbar. Durch den Kundendirektvertrieb konnten die Verlage im Jahr 2012 einen Umsatz von 1,85 Milliarden Euro verbuchen. Kein Verlag ist marktbeherrschend, aber viele große und bedeutende Verlage gehören heute zu Medien-Konzernen wie Bertelsmann oder Holtzbrinck.
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Bibliothekskatalog des Goethe-Instituts

Der Katalog der Goethe-Institute weist die Medienbestände der Bibliotheken in den Goethe-Instituten im Ausland nach.