Medienproduktion



Wenn man im Unterricht gebeten wird doch bitte die Klappe zu halten, ist das auf den ersten Blick eine recht verbindliche Anweisung, die man eher nicht im kreativen Kontext begreifen wird. Ein anschließendes „Achtung Aufnahme“ lässt jedoch aufhorchen: Bevor alle Szenen im Kasten sind und das Ergebnis sich sehen lassen kann, muss der etwas andere Unterricht gelernt und geplant sein.

Traditionelle Klassenzimmer sind Geschichte. Mehr und mehr werden sie durch multimediafähige Räume ersetzt: Schüler und Lehrer arbeiten gemeinsam mit Foto-und Videokameras sowie einer unüberschaubaren Anzahl multimediafähiger Mobiltelefone. Sie knipsen Bilder, musizieren, erzählen Geschichten, führen Interviews und verarbeiten ihre kreativen Ergebnisse am Computer.



Moderne Kommunikationsmittel wie Beispielsweise das Smartphone sind immer noch an vielen Schulen verpönt, weil sie vom vermeintlich „Eigentlichen“ ablenken. Jedoch haben sich die Lernumgebungen und -bedingungen junger Menschen in den vergangenen Jahren sehr stark verändert, auch aufgrund der neuen Technologie. So können diese einen Beitrag zur Verschmelzung von Wissen, Kreativität, Motivation sowie Mobilität mit völlig neuartigen Perspektiven für die Schulpraxis bieten.

Die Erkenntnisse der Hirnforschung haben längst die Vorteile visueller Lernprozesse aufgezeigt. Deshalb lohnt sich das Umdenken in diesem Bereich in mehrfacher Hinsicht. Es hilft zunächst die technikaffinen Schüler als Partner auf einem gemeinsamen Weg zur Erlernung der neuen Medien zu verstehen. Infolgedessen kann eine Schüler-Lehrer-Kooperation als Basis für einen motivierten Unterricht entstehen, welche zugleich die beste Voraussetzung für eine erfolgversprechende Win-Win Situation sein kann.

Die neuen multimedialen Möglichkeiten bieten eine auch für die Schüler interessante Alternative zum Frontalunterricht. Dabei reduziert sich die Technik darauf ein beherrschbares Instrument für einen handlungsorientierten Lernprozess zu sein. Schließlich versteht man Lehrer nicht als Filmemacher, sondern als Bildungsexperten im Sprachunterricht, die zusätzlich zu den bewährten Lernprozessen kreative und moderne Impulse geben möchten. Die Technik ist hierbei keine Hürde, sondern mit einfachen Mitteln leicht begreifbar und erlernbar, so dass der Sprachunterricht lebendig gestaltet werden kann.

In der rumbo @lemania Mediawerkstatt soll es daher nicht nur um das Erlernen des kreativen Werkzeuges gehen, sondern auch zusätzlich gestalterische, technische und rechtliche Tipps, damit sich die Ergebnisse hören und sehen lassen können. Wir erwarten keine besonderen Vorkenntnisse, sondern lediglich die Offenheit für Veränderungen.

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