Überleben

Soziale Ressourcen in Berlin für spanische Muttersprachler

Foto: (CC0 1.0) Dieter_G, pixabay.com

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Gemeinnützige Vereine, die Beratung und Hilfe für spanischsprachige Ausländer bieten.

Ob man nun erst vor kurzem nach Berlin gekommen ist oder schon länger hier lebt – irgendwann stößt man auf irgend ein Problem, das man nicht alleine lösen kann. Schwierigkeiten mit der Bürokratie sind in einem Land, in dem verwaltungstechnische Fragen im europäischen Vergleich besonders streng geregelt werden, keine Seltenheit. Es kann aber auch sein, dass unsere Rechte (z. B. als Arbeitnehmer) verletzt werden, dass wir weder genau informiert sind noch wissen, wie wir sie in Anspruch nehmen können. Ich könnte an dieser Stelle so viele Beispiele anführen wie es Ausländer in Berlin gibt. Aber da die Zahl der Ausländer in Berlin wächst und sich konsolidiert, hat sich ein Netz an Ressourcen entwickelt, das uns die Integration in die deutsche Gesellschaft erleichtern. Und all das auf Spanisch.

Die im Folgenden aufgeführten Vereine leisten nicht nur Beratungsarbeit, sondern veranstalten mitunter auch Workshops und Kurse, um beispielsweise die Integration und die Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu fördern.

LA RED e.V.

„La Red“ ist ein Verein, der sich die Unterstützung spanischer Migranten in Deutschland und all derjenigen auf die Fahnen geschrieben hat, die sich hier ein neues Leben aufbauen möchten. Er hilft bei der Integration in den Arbeitsmarkt und liefert Informationen über die Eingliederung in die deutsche Gesellschaft.
In diesem Sinne bietet er Beratungs- und Informationsdienste für wichtige Aspekte der Integration und Unterstützung für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt an.
Der Verein wird über das Hilfsprogramm für junge Spanier im Ausland „Jóvenes de Ciudadanía Exterior“ vom spanischen Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit sowie vom Berliner Senat unterstützt.
Zum Angebot zählen Info-Seminare über Krankenversicherung, Arbeitsrecht, Wohnung, Unterstützung für Unternehmensgründer sowie Beratungsdienste vor Ort und über das Internet.
Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie des Bundeskanzleramts führt der Verein das Projekt WIR HIER! durch, das ein friedliches Zusammenleben verschiedener Migrantengruppen in Berlin verfolgt. Hier kann man nicht nur seine Deutschkenntnisse verbessern, sondern auch an Theater- oder Comic-Workshops teilnehmen.

Das Team von „La Red“ setzt sich aus deutschen und spanischen Experten zusammen, die über eine langjährige Erfahrung auf den Gebieten der Integration, der Aus- und Fortbildung und der diesbezüglichen Forschung verfügen.

Website: http://www.la-red.eu/es
E-Mail: vallez@la-red.eu
Anschrift: ALT-Moabit 73, 10555 Berlin

OFICINA PRECARIA

Die „Oficina Precaria“ ist ein unabhängiger Verband ohne hierarchische Strukturen, der sich über Versammlungen und selbst organisiert. Der Verband ist Teil der Protestbewegung „15M Berlín Marea Granate“. Es handelt sich um einen offenen, heterogenen Zusammenschluss, der allen Gleichgesinnten offen steht.
Das Projekt wurde 2013 ins Leben gerufen, um Neuberliner aus Spanien hinsichtlich ihrer Rechte und Pflichten zu beraten und ihnen alle erforderlichen Informationen zur Verfügung zu stellen, die für eine Beteiligung am gesellschaftlichen Leben in Berlin erforderlich sind. Dies wird als Beitrag für einen möglichst leichten Übergang in das neue Leben in Berlin verstanden.
Vor allem spanischsprachigen Ausländern in Berlin sollen mittels umfassender Informationen über ihre Rechte und Pflichten in Deutschland Möglichkeiten eröffnet werden. Dies bedeutet konkret: Sie werden ermächtigt, die Probleme, auf die sie in Deutschland stoßen, eigenständig zu lösen und gleichzeitig den Menschen in ihrer Umgebung zu helfen. Dank der Durchführung des Projekts ohne Hierarchien, mittels Versammlungen und in Selbstverwaltung soll gezeigt werden, dass man eigenständige, unabhängige Entscheidungen treffen und hierdurch die gewünschten Ziele erreichen kann.

Website: http://www.oficinaprecariaberlin.org
E-Mail: oficinaprecariaberlin@gmail.com
Beratungen vor Ort: Remise in der Magdalenenstr. 19, mittwochs von 16:30 bis 20 h.

XOCHICUICATL

Xochicuicatl ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Beratung und dem Empowerment von Frauen aus Mittel- und Lateinamerika verschrieben hat.
Gegründet wurde er am 15. Januar 1992 von 10 lateinamerikanischen Frauen, die Migrantinnen aus Lateinamerika unterstützen wollten.
Hierdurch ist ein Raum entstanden, in dem sich Frauen aus Lateinamerika und aus Deutschland austauschen und auf gleicher Augenhöhe treffen können, um somit zur Integration der Neuberlinerinnen beizutragen. Hier kann über verschiedene Themen diskutiert werden – die Situation der Migrantinnen, das Exil, den Feminismus, die Ausländerpolitik, über Rassismus usw.
Der Verband bietet Beratung und Begleitung, Sprachkurse, Workshops, Vorträge und verschiedene Aktivitäten an zur Beteiligung am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Berlin an.

Website: www.xochicuicatl.de
E-Mail: mail@xochicuicatl.de
Anschrift: Winsstraße 58, 10405 Berlin
Telefon: 030 278 63 29

MAMIS EN MOVIMIENTO e.V.

MAMIS EN MOVIMIENTO e.V. ist ein noch junger Verein, der zwei Themengebiete miteinander verbinden möchte: Mutterschaft und Migration. Er setzt sich aus spanischsprachigen Müttern und Frauen mit Spanisch zusammen und bietet einen Raum für Begegnungen innerhalb der Gemeinschaft vor Ort. Die bilinguale Erziehung in Familie und Schule sowie die Integration spanischsprachiger Personen in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt bilden das Themenfeld des Vereins.

Website: http://www.mamisenmovimiento.de/
E-Mail: info@mamisenmovimiento.de
Anschrift: Immanuelkirchstrasse 24, 3. Stock, 10405 Berlin

LA PLAZA

Dieser gemeinnützige Verein wurde im Jahr 2013 von Spaniern mit dem Ziel gegründet, Migranten bei ihrer Integration in Deutschland zu unterstützen. Die Mitglieder stellen ihre Kenntnisse den Neuankömmlingen zur Verfügung, und zwar unabhängig von deren Herkunft, Alter und Situation.
Gleichzeitig unterstützen sie kulturelle und künstlerische Initiativen, um das Verständnis für andere Nationalitäten und ihre Weltanschauungen zu fördern. Der Verband bietet Beratung für Arbeitssuchende und Selbstständige. Migranten unterstützt er in psychosozialer Hinsicht und bei bürokratischen Fragen. Außerdem werden Ausstellungen, Gitarrenkurse und kleine Gastro-Events organisiert.
Für die kommenden Monate bereitet La Plaza u. a. pädagogische Aktivitäten an mehreren Berliner Schulen vor, bei denen Flüchtlingskinder im Mittelpunkt stehen. Hierzu werden Musik und Theater sowie traditionelle Elemente aus Syrien und Deutschland eingesetzt. Sogar der Flamenco kommt mit ins Spiel.
Der Verband wird über Spenden finanziert und wird vom spanischen Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit unterstützt.

Website: http://www.plazaberlin.com/
E-Mail: info@plazaberlin.com
Anschrift: Danckelmannstraße 1 (Eingang von der Gardes-du-Corps-Straße)
14059 Berlin

Ein herzliches Dankeschön an alle Vereine und Gruppen, die dazu beitragen, dass wir in Berlin ein wirklich erfülltes Leben führen können und uns bei Problemen nicht ohnmächtig und allein sondern beschützt fühlen.

Quelle: Erasmus-Projekt von Carmen Andicoberry, der ich an dieser Stelle herzlich dafür danken möchte, dass sie mir ihr Material überlassen hat.
Paloma Lirola

Diario de una cantante

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Dezember 2016

Originalsprache: Spanisch

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