Junge Journalisten

Was ist Online-Journalismus? - Eine Einführung

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Foto: Colourbox.de

Du hast schon einiges an journalistischer Erfahrung, weißt aber noch nicht genau, wie man für Online-Formate schreibt? Oder der Online-Journalismus ist dein erstes Feld für Schreibversuche? Hier erfährst du die Geheimnisse des Online-Journalismus.

Was unterscheidet Online-Journalismus vom „klassischen“ Journalismus?

Multimedialität: Ein Online-Text kann angereichert werden durch Ton, durch Video, durch Grafiken. Er lebt von der Vielfalt der medialen Angebote.

Interaktivität: Der User kann sofort mit dem Journalisten und zu anderen Usern Kontakt aufnehmen, seine Meinung sagen oder neue Informationen liefern.

Reichweite: Es heißt ja: World Wide Web, also hat ein Online-Auftritt globale Reichweite. Was im Netz steht, kann man im Büro nebenan genauso lesen, wie auf der anderen Seite der Erde.

Aktualität: Internet bedeutet publizieren in Echtzeit, nahezu ohne Zeitverzögerung. Allerdings ist, was im Moment aktuell ist, wenige Stunden oder auch Minuten oder Tage später alt und nicht mehr aktuell – aber immer noch lesbar.

Entgrenzung: Das Internet kennt kein Platzproblem. Speicherplatz und damit Platz zum Publizieren ist praktisch unendlich vorhanden.

Nonlinearität: Ein Text oder ein Angebot muss nicht mehr von Anfang bis Ende gelesen werden, sondern schafft Verknüpfungen zu anderen Texten. Aufgabe des Journalisten ist es Klarheit zu schaffen.

Im Wesentlichen gibt es sechs Formate des Online-Journalismus:

  • News-Format
  • Boulevard-Format
  • einordnendes Format
  • kommentierendes Format
  • Portale
  • usergenerierte Formate


Wie schreibe ich für Online?

Egal ob in der Zeitung oder im Internet, es gilt: „Was immer Du schreibst – schreibe kurz, und sie werden es lesen – schreibe klar, und sie werden es verstehen – schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.“ Das sagte der berühmte amerikanische Journalist Pulitzer – nach dem der prestigeträchtige Pulitzer-Preis benannt ist.

Doch zunächst sollte man kurz überlegen, wer denn der sogenannte User, also Internet-Nutzer ist. Der Internetuser ist ein eiliger Leser. Er entscheidet innerhalb kürzester Zeit, ob eine Web-Site seinen Ansprüchen genügt oder nicht. Übersichtliche Darstellungen und prägnante, lebendige Texte kommen dem Nutzer entgegen und regen ihn zum Weiterlesen an. Ein Texter denkt beim Schreiben fürs Web immer auch an die Gestaltung.

Das Internet verbindet das Design von Printmedien und TV. Der Leser sitzt aber vor einem Bildschirm. Entsprechend sollte die Site aussehen. Web-Leser sind Scanner. 79 Prozent der Online-Leser überfliegen den Text, suchen nach Signalwörtern und legen Wert auf klare Strukturen. Nur 16 Prozent der Online-Leser lesen Wort für Wort eines Online-Textes.


Onlinejournalismus bedeutet – schreiben für den Bildschirm

Online-Journalisten müssen es den Usern so einfach wie möglich machen, den Inhalt ihrer Texte zu verstehen. Die vier Verständlichmacher, aufgestellt vom Kommunikationspsychologen Friedeman Schulz von Thun in den 1970er Jahren sind Einfachheit, Übersichtlichkeit, Prägnanz und Stimulanz.

Einfachheit bedeutet schlicht, eindeutig und einleuchtend zu formulieren.

Übersichtlichkeit bedeutet geordnet, gegliedert und systematisch zu schreiben.

Prägnanz bedeutet knapp und treffend dargestellt die Inhalte zu präsentieren.

Stimulanz bedeutet, den Leser anzuregen, zu animieren und zu motivieren.

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