James Krüss

http://www.james-kruess.de
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Haltet die Uhren an, vergesst die Zeit! Ich will euch eine Geschichte erzählen.“
James Krüss, in: Geschichten der 101 Tage

Als Geschichtenerzähler, Reimkünstler und Erfinder der ABC Gedichte zählt James Krüss zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren.
Geboren 1926 auf Helgoland, prägte die Nordseeinsel seine Kindheit und Jugend und machte ihn zu einem überzeugten Insulaner auf Lebenszeit. Nach dem Krieg, an dem er als Soldat der Luftwaffe teilnahm, absolvierte Krüss auf dem Festland eine Lehrerausbildung, war aber nie als Lehrer tätig.
1949 zog er in die Nähe von München, wo er Erich Kästner kennen lernte und dessen Konferenz der Tiere in ein Hörspiel umwandelte. 1966 hatte er genug vom Festlanddasein und zog nach Gran Canaria um, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1997 lebte.

Dem ersten Erfolg mit Kästners Konferenz der Tiere folgten weitere Kinderhörspiele und zahlreiche Beiträge für Zeitungen und Rundfunk. 1953 veröffentlichte Krüss mit Hanselmann reist um die Welt sein erstes Bilderbuch und bald darauf erschien sein erstes Kinderbuch Der Leuchtturm auf den Hummerklippen.

Krüss besaß als Autor eine ungeheuere Produktivität, seine zahlreichen Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Darüber hinaus schrieb er Lieder, Singspiele, Theaterstücke, Fernsehsendungen und -serien. 1968 wurde ihm zusammen mit José María Sánchez Silva der Hans-Christian-Andersen-Preis verliehen. Er erhielt mehrfach den Deutschen Jugendbuchpreis (erstmals 1960 für das Kinderbuch Mein Urgroßvater und ich) und erreichte mit Buchverfilmungen, wie z. B. Timm Thaler, und Fernsehsendungen (James Tierleben) ein breites Publikum. 1996 wurde er anlässlich seines 70. Geburtstag mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

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