Veranstaltungskalender

Peter Handkes "Die schönen Tage von Aranjuez"

Theater
26. September bis 06. Oktober 2013, Donnerstag bis Sonntag, 20 Uhr
Sala Ultramar | C/ Alzira, 9 | 46007 Valencia
Spanisch
Eintritt: 10 € / ermäßigt 8 €

rosa.fiel@madrid.goethe.org
Im Januar wurde das von Miguel Sáenz übersetzte Werk in einer szenischen Lesung im Goethe-Institut Madrid vorgestellt. Vier Monate später wurde Peter Handkes "Die schönen Tage von Aranjuez" erstmals in spanischer Sprache auf die Bühne gebracht. Nun wird es vom 26. September bis zum 06. Oktober in Valencia zu sehen sein.


Künstlerische Leitung und Besetzung

Regie: Joaquín Candeias
Bühnenbild: María Florez
Übersetzung: Miguel Sáenz
Ton: Eloy Ramos
Der Mann: Daniel Moreno
Die Frau: Ana Caleya

Zum Stück

„Und wieder ein Sommer. Und wieder ein schöner Sommertag. Und wieder eine Frau und ein Mann an einem Tisch im Freien, unter dem Himmel. Ein Garten. Eine Terrasse. Unsichtbare, nur hörbare Bäume, mehr Ahnung als Gegenwart, in einem sachten Sommerwind, welcher, von Zeit zu Zeit, die Szenerie rhythmisiert. Der Tisch ist ein Gartentisch, ziemlich groß, und Mann und Frau sitzen sich da im Abstand gegenüber ...
Zeitlos außerhalb gleichwelcher Aktualität und gleichwelchen historischen und sozialen Rahmens.“
Peter Handke, aus der ersten Regieanweisung im Stück

Die schönen Tage von Aranjuez; Sind sie wirklich vorbei?
Sind es zwei Kinder? Oder ein altersloses Paar?
Kommen sie aus dem Stück Don Karlos?
Sie müssen, sie können nicht anders, als über das
erste Moment der Liebe zu sprechen?
Stehen sie unter einem Zauber? Welcher Zauber?
In ihnen tobt es. Ihre Spielregeln sind gefährdet.
Ist es die Stunde von Pan? Wenn die Sonne noch keinen Schatten wirft?
Anziehung, Abstoßung und der Zauber eines Orts,
den wir nur als Ahnung erleben.
Wie lange kann dieser Dialog ein Gespräch bleiben,
ohne die Regeln zu durchbrechen.
Es passiert, während wir zuschauen.
Es ist ein Dialog über die Zeit.

Peter Handke lässt eine Frau und einen Mann im vorliegenden Text miteinander plaudern. Diese Plauderei findet an einem schönen Sommertag auf einer Terrasse statt. Ein sachter Sommerwind rhythmisiert die Szenerie. Die beiden Personen soll man sich zeitlos denken und offenbar nicht grundlos, wie der Dialog deutlich macht.Gespräche dieser Art gibt es sicher seit Anbeginn der Zeiten.

Ein Mann berichtet von seinen Erkundungen der Welt, in diesem Fall von einer Reise nach Aranjuez und von seinen Beobachtungen, die er macht, während er auf der Terrasse sitzt. Der Welterklärer und alte Jäger bekundet fast nebenbei "Es war ein Falke. Die Bussarde und Milane kreisen hoch über den Bäumen. Es sind die Falken, die durch die Wälder schießen wie Pfeile, einmal oben zwischen den Kronen, einmal unten zwischen den Stämmen. Nicht bloß einmal bin ich auf einen toten Falken gestoßen, der in einen Baum geknallt war. Ein kranker? Zu alt? Zu jung?- Deine erste Nacht mit einem Mann?"(Zitat: S. 8)

Eine Produktion von:


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