Inge Barth-Grözinger

Etwas bleibt

BuchcoverDas Buch

Die jüdische Familie Levi wohnt in einer schwäbischen Kleinstadt, ist beliebt und überall gern gesehen. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 ändert sich das jedoch schlagartig - in der Stadt, in den Köpfen und den Gesichtern.
Plötzlich muss sich Erich, der Sohn der Familie, in die letzte Reihe des Klassenraums setzen, auf einmal ist sein bester Freund so komisch zu ihm, bald bleiben dem Geschäft seines Vaters die Kunden aus. Schleichend wandelt sich das Klima in ihrer Stadt und immer mehr Freunde wenden sich von den Levis ab, wechseln die Straßenseite, wenn sie ihnen begegnen. Und nicht lange dauert es, bis einstiges Wohlwollen in fanatischen Hass umschlägt, aus Nachbarn Verfolger werden.
Sozial vollkommen ausgegrenzt, kann sich die Familie ihres Lebens bald nicht mehr sicher sein und lebt in ständiger Angst vor Übergriffen. Jeglicher Lebengrundlage entzogen, bleibt den Levis nichts anderes übrig als ihre Stadt, als Deutschland zu verlassen.

Etwas bleibt schildert die Lebens- und Leidensgeschichte einer jüdischen Familie vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Diktatur und der Judenverfolgung. Eindringlich und hautnah wird aus der Sicht des Jungen Erich nachvollziehbar, wie der Alltag der Familie immer mehr dominiert wird von Diskriminierung und seelischer Gewalt. Schließlich bleibt nur der Weg ins Exil. Die Levis entgehen dem Schicksal der Deportation, verlieren aber durch die Auswanderung ihre Heimat.
Das Buch ist eine spannende und bewegende Lektüre für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahre.

Die Autorin

Die Levis gab es wirklich. Die Autorin Inge Barth-Grözinger ist Lehrerin für Deutsch und Geschichte. Sie ging mit ihren Schülern auf historische Spurensuche und stieß dabei auf Erich Levi und seine Familie. Auf der Grundlage der zusammengetragenen Interviews mit Zeitzeugen und dem Archivmaterial entstand dieser Roman.

Inge Barth-Grözinger: Etwas bleibt. München: Piper, 2006. 447 S.
ISBN-13 978-3-492-24489-3

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