Nirgendwo in Afrika

Die
Münchner Regisseurin Caroline Link schafft auch mit "Nirgendwo in
Afrika" wieder emotionales Kino, wie bei ihren vorangegangenen Filmen
"Jenseits der Stille" und "Pünktchen und Anton". Sie verfilmte mit
großem Aufwand und einem Budget von sieben Millionen Euro die
Kindheitserinnerungen von Stefanie Zweig.
Der autobiografische Bestseller der Frankfurter Journalistin beschreibt
die Spurensuche ihrer eigenen Kindheit im Kenia der 30er und 40er
Jahre. Doch anders als der Roman, der eher die Geschichte aus der
Perspektive des Kindes erzählt, konzentriert sich der Film auf die
Beziehung der Eltern zueinander.
Neue Heimat Afrika
1938 flieht Jettel Redlich (Juliane
Köhler) mit ihrer kleinen Tochter vor den Nationalsozialisten aus
Deutschland und reist ihrem Ehemann Walter (Merab Ninidze) in die
Wildnis Kenias nach. Der ehemalige Anwalt arbeitet dort als Verwalter
auf einer Farm. Während Ehefrau Jettel, Tochter aus gutbürgerlichem
Hause, sich nur schwer an das neue Leben gewöhnt, blüht ihre einst
schüchterne Tochter Regina (Lea Kurka/Karoline Eckertz) auf dem fremden
Kontinent förmlich auf.
Das Mädchen lernt die Sprache und Gebräuche des fremden Landes und
freundet sich mit dem einheimischen Koch Owuor (Sidede Onyulo) an. Der
Verlust von Heimat und Verwandten bedroht die Ehe von Jettel und
Walter, nur ganz langsam finden sie wieder zueinander. Als der zweite
Weltkrieg ausbricht, ist die deutsche Emigranten-Familie in der
britischen Kolonie nicht mehr erwünscht und wird interniert. Nach
Kriegsende wird Walter eine Anstellung als Richter in Frankfurt
angeboten. Aber nach all den Jahren, in denen Jettel und Regina das
Leben in Kenia schätzen gelernt haben, ist es fraglich, ob seine
Familie mit ihm nach Deutschland zurückkehrt.
Quelle:
BR Online Caroline Link









