Archiv: Cine Allemand 2 2005/2006

Nirgendwo in Afrika 

Die Münchner Regisseurin Caroline Link schafft auch mit "Nirgendwo in Afrika" wieder emotionales Kino, wie bei ihren vorangegangenen Filmen "Jenseits der Stille" und "Pünktchen und Anton". Sie verfilmte mit großem Aufwand und einem Budget von sieben Millionen Euro die Kindheitserinnerungen von Stefanie Zweig.
Der autobiografische Bestseller der Frankfurter Journalistin beschreibt die Spurensuche ihrer eigenen Kindheit im Kenia der 30er und 40er Jahre. Doch anders als der Roman, der eher die Geschichte aus der Perspektive des Kindes erzählt, konzentriert sich der Film auf die Beziehung der Eltern zueinander.

Neue Heimat Afrika
1938 flieht Jettel Redlich (Juliane Köhler) mit ihrer kleinen Tochter vor den Nationalsozialisten aus Deutschland und reist ihrem Ehemann Walter (Merab Ninidze) in die Wildnis Kenias nach. Der ehemalige Anwalt arbeitet dort als Verwalter auf einer Farm. Während Ehefrau Jettel, Tochter aus gutbürgerlichem Hause, sich nur schwer an das neue Leben gewöhnt, blüht ihre einst schüchterne Tochter Regina (Lea Kurka/Karoline Eckertz) auf dem fremden Kontinent förmlich auf.

Das Mädchen lernt die Sprache und Gebräuche des fremden Landes und freundet sich mit dem einheimischen Koch Owuor (Sidede Onyulo) an. Der Verlust von Heimat und Verwandten bedroht die Ehe von Jettel und Walter, nur ganz langsam finden sie wieder zueinander. Als der zweite Weltkrieg ausbricht, ist die deutsche Emigranten-Familie in der britischen Kolonie nicht mehr erwünscht und wird interniert. Nach Kriegsende wird Walter eine Anstellung als Richter in Frankfurt angeboten. Aber nach all den Jahren, in denen Jettel und Regina das Leben in Kenia schätzen gelernt haben, ist es fraglich, ob seine Familie mit ihm nach Deutschland zurückkehrt.


Quelle:
BR Online Caroline Link

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