Das MIA. Interview

Das MIA. Interview

Auf Einladung des Goethe-Instituts London traten MIA am 21. Juni 2008 als deutsche Rockband im Rahmen des Music Day in der Exhibition Road, London auf.

Wir fragten MIA. anschließend ...

Das war Euer erster Auftritt in UK. Was erwartet Ihr vom Londoner Publikum?

Ja, erster Auftritt in UK. Was das Publikum in London anging, haben wir uns nicht allzu große Sorgen gemacht. Wir haben all unsere Londoner Freunde eingeladen. Diese Freunde waren angehalten, weitere Freunde und deren Freunde mitzubringen und am Ende sind dann lauter Freunde da. Alles klar? Im Ernst: Wir haben schon einige Auslandserfahrungen sammeln können und daher ist es eine uns durchaus vertraute und gewünschte Konstellation, vor einem unvoreingenommenen, „neuen“ Publikum zu agieren. Wir lieben solche Situationen, unter anderem deshalb sind wir hier.

Gibt es britische Vorbilder? Mit wem würdet Ihr mal was zusammen machen wollen?

Wenn ich jetzt anfange, unsere UK-Einflüsse oder Vorbilder aufzuzählen, sitze ich morgen früh noch hier. Deshalb in aller Kürze: Britische Vorbilder? JA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Und ich, Gunnar, würde gerne mal Mark Hollis und Paul Weller treffen. Gerne auch getrennt voneinander.

Dass Ihr auf Deutsch singt, ist sicherlich ein wesentlicher Faktor für Euren Riesenerfolg in Deutschland. Einige Songs habt Ihr hier in Englisch gesungen. Ist das ein notwendiger Kompromiss?

Meistens übersetzen wir, wenn wir im nichtdeutschsprachigen (was für ein Wort!) Ausland unterwegs sind, einige Songs, oder Songteile in die jeweilige Landessprache. Das machen wir in erster Linie deshalb, weil es Spaß macht. Darüber hinaus gab es bei MIA. von Anfang an Songmaterial in Englisch oder Deutsch/Englisch. Wir sind es also gewohnt, teilweise nicht in unserer Landessprache zu musizieren, deshalb sind hier weit und breit keine Kompromisse zu sehen ...

Wie kommen die Texte zustande. Wo holt Ihr Euch die Ideen: harte Arbeit – Geistesblitze?

Kurz und knapp: beides. Alles beginnt mit einem Geistesblitz und dann wird es ganz schnell harte Arbeit.

Auslandsauftritte mit dem Goethe-Institut. Erfahrungen mit dem organisierten Kulturexport?

Best, wie wir Lateiner sagen. Wir sind immer wieder dankbar für diese horizonterweiternden Erfahrungen und nach wie vor zu allen Schandtaten bereit.

Was nehmt Ihr aus London mit?

Die Erinnerungen an ein tolles Konzert und die Erkenntnis, dass indische Küche richtig, richtig gut sein kann.

In welchem Land würdet Ihr unbedingt mal ein Konzert geben wollen?

Klingt vielleicht nicht besonders originell, aber wir wollen mal nach New York City.

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