Rebsorten

Rebsorten

In Georgien, als dem Land des Weinbaus und des Weines, gedeiht die Rebe überall. Die Hauptquelle des Einkommens der deutschen Siedler war der Wein. Deshalb achteten sie sehr auf die sachgerechte Anpflanzung und Pflege der Reben.

Anfangs pflanzten die Siedler "Persische Tafeltraubensorten“; die kein gutes Ausgangsmaterial für Wein waren. Sie ersetzten sie allmählich durch georgische Weinsorten wie: - Saperawi, Schawkapito, Tawkweri für Rotwein und Rkhazitheli, Mzwane Kachuri, Tschinuri für Weißwein. Die georgischen Sortenbenennungen übertrugen sie ins deutsche, z. B. Rkhazitheli - Rothölzer, Saperawi - Färber, Tawkweri – Blauhölzer.

Ab der zweiten Hälfte des 19.Jhs. pflanzten die deutschen Siedler europäische Sorten: Schassla (Gutedel), Pineau (Burgunder) und Andere. Diese Sorten, aber auch blaue Weintrauben aus Amerika der Art Vitis Labrusca (wohl Isabella), wurden auf Befehl des Vizekönigs von Rußland aus Europa eingeführt und an die Ansiedler verteilt. Ursache war vermutlich die Angst vor dem Pilz Oidium, später auch vor der Reblaus und vor Peronospora. Da diese Sorten aber wenig an die klimatischen Bedingungen Transkaukasiens angepasst waren und die einheimischen Kunden die Weine dieser Sorten ungern kauften, konzentrierten sich die deutschen Siedler wieder auf einheimische Rebsorten. Information darüber, ob die deutschen Siedler irgendwelche deutsche Sorten selbst mitgebracht haben, existieren nicht. Doch um die Mitte des 19.Jhs. war eine kleine Menge Riesling in Georgien angepflanzt worden.

    Odessa Projekt

    A German-Russian Genealogocal Library