Oskar Schmerling

Schulzeit und Studium

Oskar Schmerling wurde am 1. Juli 1863 in Tiflis geboren. Seine Zeit auf der Realschule war von vielfältigen Interessen des Jugendlichen geprägt, welche meist mit der Schule nur wenig zu tun hatten. Statt für naturwissenschaftliche Fächer begeisterte sich Oskar Zum Wohl! für die Malerei und gründete noch während seiner Schulzeit eine eigene humoristische Zeitschrift mit dem Titel „Kogho“ (Mücke). Darüber hinaus arbeitete er mit der russischen Zeitschrift „Falanga“ (Walzenspinne) zusammen.
Nach dem Abschluss der Realschule im Jahre 1884 studierte Schmerling als freier Hörer an der Petersburger Akademie der Künste in der Klasse von Willewalde. Letzterer war besonders für seine Schlachtenmalerei bekannt.
Ende des 19. Jahrhunderts gab es noch keine Hochschulen in Georgien. Alle berühmten Persönlichkeiten Georgiens erhielten zu dieser Zeit ihre Ausbildung an ausländischen, vor allem russischen Hochschulen und Akademien. Die Akademie der Künste in St. Petersburg genoss unter den Institutionen einen hervorragenden Ruf.
Aus diesem Grund traf Schmerling hier auf die bekanntesten Maler des zaristischen Russlands und befreundete sich schon bald mit den ebenfalls aus Georgien stammenden Künstlern Romanoz Gwelesiani und Gigo Gabashwili.
Schmerling war auch in Petersburg künstlerisch sehr aktiv und veröffentlichte während des Studiums etliche Karikaturen in verschiedenen bekannten russischen Zeitungen und Zeitschriften1
Zu seinem Abschluss an der Akademie wurde dem jungen Künstler die silberne Medaille verliehen. Ab 1891 lebte er in München, um unter dem bekannten Schlachtenmaler Professor Rubo seine Studien fortzusetzen.

1Wie z.B. in den Zeitschriften „Noe“ (Noah), „Zaduschevnoe Slovo“ (Das innige Wort) oder „Papifat“ 
(bei welcher es sich um eine deutsche Zeitschrift handelte)