Über das Projekt

Migration: Georgier in Deutschland

Migration findet in Form von Völkerwanderungen seit Jahrtausenden statt. Diese Wanderbewegung betrifft weltweit Millionen von Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründe wie Arbeitssuche, sozialer Mobilität, aber auch Vertreibung und Flucht dazu veranlasst werden, ihre Heimat zu verlassen. Auch für Deutschland haben diese Wanderbewegungen Auswirkungen. Regelmäßig setzen Goethe-Institute im Ausland die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen mit Migration einzelner Länder zu einander in Beziehung und hinterfragen die Auswirkungen und Umgangsweisen mit „Kulturen in Bewegung”.

Unter „Kulturen in Bewegung“ finden sich zahlreiche interessante Dokumente zu diesem Thema. Das Goethe-Institut Tbilissi besetzt so mit seinem Projekt"„Georgier in Deutschland" ein Thema, dass nicht nur in Deutschland diskutiert wird.

Gia Tschchataraschwili hat sich, im Auftrag des Goethe-Instituts Tbilissi, auf eine einmonatige Reise durch Deutschland begeben, um dort lebende Georgier zu fotografieren. Dort wagte er einen Blick auf seine Landsleute in ihrem alltäglichen Leben und ihrer „deutschen Realität“.

Georgische Wissenschaftler, Musiker, Künstler, Juristen, Geschäftsleute und Ökonomen bereichern das Leben in Deutschland und sind selbstverständlicher Teil der deutschen Gesellschaft. Sie sind gekommen, um dort zu leben, um ihre Talente und Fähigkeiten zu entwickeln, dort ihre Ideen zu verwirklichen und neue Möglichkeiten zu erproben.

Die in dieser Ausstellung präsentierten Fotos zeigen Georgier, die einen Platz in einer für sie fremden Kultur und Gesellschaft in unterschiedlichen Arbeitsbereichen gefunden haben. So auch Persönlichkeiten aus der ersten Einwanderergeneration, die noch in den zwanziger Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland kamen oder hier geboren wurden, Kriegsgefangene aus dem 2. Weltkrieg, die sich vor dem stalinistischen Regime retteten und Emigranten der Postsowjetära, die kamen, um ihre Chancen auf ein anderes Leben und die Entfaltung ihrer Talente wahrzunehmen.

Wir bedanken uns bei Gia für die fruchtbare Zusammenarbeit und auch bei allen, die bei der Vorbereitung der Ausstellung geholfen haben! Wir wünschen unseren georgischen Besuchern viel Freude beim Betrachten der Bilder und beim Wiedererkennen!

Uwe Rieken
Leiter des Goethe-Instituts Tbilissi
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