Begegnung mit Martin Walser
Einführung und Moderation: Petros Markaris, Schriftsteller
Gespräch und Lesung
17.05.2013, 20:00 Uhr
Goethe-Institut, Omirou 14–16, Athen
in deutscher und griechischer Sprache mit Übersetzung
Eintritt frei
Tel.: +30 210 3661 000
bibl@athen.goethe.org
17.05.2013, 20:00 Uhr
Goethe-Institut, Omirou 14–16, Athen
in deutscher und griechischer Sprache mit Übersetzung
Eintritt frei
Tel.: +30 210 3661 000

In den sechziger Jahren setzte er sich wie viele andere linke Intellektuelle für die Wahl von Willy Brandt zum Bundeskanzler ein. 1964 war er Zuhörer beim Auschwitz-Prozess in Frankfurt. Er engagierte sich gegen den Vietnamkrieg, reiste nach Moskau und galt in den sechziger und siebziger Jahren als Sympathisant der DKP, war aber nie deren Mitglied.
1988 machte Walser in einer Rede deutlich, dass er die deutsche Teilung als schmerzende Lücke empfinde. Die Irritation der deutschen Linken, die Walser lange als einen der ihren betrachteten, wurde zum vehementen Protest, als der Schriftsteller im Oktober 1998 eine Rede hielt, in der er eine „Instrumentalisierung des Holocaust” ablehnte und meinte, der Themenkomplex Auschwitz dürfe gerade wegen seiner großen Bedeutung nicht zur „Moralkeule” verkommen.
Im Sommer 2012 sprach sich Walser leidenschaftlich für die politische und kulturelle Einheit Europas aus, bezeichnete den Euro als „Medium der Kommunikation“ und plädierte dafür, die Krise Europas nicht den Wirtschaftsfachleuten zu überlassen.
Martin Walser liest aus seinem Roman Ein liebender Mann, erschienen im Rowohlt Verlag, Reinbek 2008. Dank des Übersetzers, Ilias Tsirigakis, und des Verlages Hestia liegt der Roman seit 2012 auch in griechischer Sprache vor. In Zusammenarbeit mit dem Hestia-Verlag, Athen.




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