Arno Geiger: Porträt

Sein Debüt gab G. 1997 mit dem hoch gelobten Roman "Kleine Schule des Karussellfahrens", der 1989 von dem in Wien lebenden Tunichtgut Philipp Worovsky erzählt und für den G. ein Jahr darauf in New York mit dem Abraham Woursell Award ausgezeichnet wurde. 1999 folgte "Irrlichterloh". "In Arno Geigers Romanen herrscht hohes Tempo, sprunghaft und verzerrt ziehen kleine Handlungen vorbei und verlieren sich in charmanten Abschweifungen …

Ernster und melancholischer ist die Stimmung in G.s drittem Roman, "Schöne Freunde" (2002), in dem es um das verschrobene Kind Carlo geht, das sich als Balljunge im Tennisklub verdingt. Die Kritik reagierte gespalten. ...

Um drei Generationen einer Wiener Familie von 1938 bis 2001 geht es in G.s viertem, 2005 erschienenen Roman "Es geht uns gut", der mit dem erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis 2005 ausgezeichnet wurde. ...

Über die durchgehend im Präsens gehaltene Familiensaga zeigte sich die Fachpresse überwiegend begeistert ...

Mit "Alles über Sally" präsentierte G. 2010 einen Roman über das seit 25 Jahren verheiratete Paar Alfred und Sally. Nach einem Einbruch gerät ihre häusliche Ordnung aus den Fugen und Sally beginnt, sich zu emanzipieren. Doch nach einer kurzen Affäre kehrt sie wieder in ihre bodenständige Ehe zurück. Der Tenor der Kritikerstimmen fiel deutlich positiver aus als bei G.s letzter Veröffentlichung. Neben der meisterhaften Dramaturgie wurden auch die empathische Figurenzeichnung und die Erzählkunst des Autors gelobt. So schrieb z. B. der Tages-Anzeiger (12.2.2010): "Geiger schreibt einen ungemein anschmiegsamen Stil, der wie eine Wunderkamera von oben einschwebt und blitzschnell in den Kopf seiner Heldin schlüpft. (...) So lebensklug, so welthaltig auf eng umzirkeltem Raum, so elegant kann deutschsprachige Prosa im Jahr 2010 klingen.
Mit freundlicher Erlaubnis des Verlages dem
„Munzinger-Archiv/Internationales Biographisches Archiv“ entnommen

Arno Geiger im Bibliothekskatalog

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