Klaus Mann: Porträt

Klaus Mann wurde am 18. Nov. 1906 als ältester Sohn von Thomas Mann in München geboren. Seine starke und vielseitige Begabung trat früh zu Tage. Schon als Schüler der Odenwaldschule schrieb er Gedichte in freien Rhythmen. Nietzsche, Novalis, Whitman, Heine, Rilke, Baudelaire und Trakl haben ihn beeinflußt. Sein Leben lang stand er aber im Schatten seines Vaters und war dem deutschen Leser kaum zugänglich. 1925 ging er von München, wo er aufwuchs, als Theaterkritiker nach Berlin. Dort schrieb er seine ersten Stücke "Anja und Esther", "Revue zu Vieren" und den Roman "Der fromme Tanz", mit denen er Skandal und Aufsehen erregte. Seine weiteren künstlerischen und literarischen Anfänge lagen in den letzten Jahren vor 1933 auf dem Gebiet der zu jener Zeit von der jüngeren Generation propagierten Schaffung einer literarischen Kabarettkunst. …

Unmittelbar nach 1933 verließ er gleich seinem Vater Deutschland. … . 1934 nahm er am Kongreß der Sowjet-Schriftsteller in Moskau teil. Er vertrat die Ansicht, daß nicht der Bolschewismus, wohl aber der Faschismus, die Gefahr des Jahrhunderts sei. 1936 verließ M. Europa und ließ sich in New York nieder. Noch in Amsterdam erschien sein Roman "Flucht in den Norden", dem nun in rascher Folge weitere Romane mit dem gleichen Erscheinungsort folgten: "Symphonie Pathétique" (35, ein Tschaikowsky-Roman), "Mephisto-Roman einer Karriere" (36), "Vergittertes Fenster" (37), eine Novelle um den Tod Ludwig II. von Bayern) und "Der Vulkan" (39) (der klassische Emigrationsroman). Im Jahre 1944 erschien in London in englischer Sprache geschrieben das autobiographische Buch "The Turning-Point, Thirty-five years in this century" ("Der Wendepunkt"). M. übertrug das Werk selbst ins Deutsche
Mit freundlicher Erlaubnis des Verlages dem
„Munzinger-Archiv/Internationales Biographisches Archiv“ entnommen

Klaus Mann im Bibliothekskatalog

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