Über das Projekt

Doppelte Last

Lernen über Nationalsozialismus und Holocaust in Europa

„Doppelte Last“ ist ein von der Europäischen Union (Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“, Aktion 4: Aktive europäische Erinnerung) gefördertes Projekt, das Schüler, Pädagogen, Experten auf dem Gebiet des Nationalsozialismus und Holocaust sowie Kulturschaffende und Dokumentationseinrichtungen einbezieht und einen kulturellen Bildungsprozess unterstützt. Die mitwirkenden Schüler werden gemeinsam mit Lehrern, Künstlern und Dokumentationseinrichtungen zu künstlerischer und historisch-politischer Reflexion über die Vergangenheit und verantwortlicher Mitgestaltung der Zukunft ermutigt.

Den Rahmen dafür geben ein Symposium, eine Besuchsreise nach Weimar/Buchenwald, eine Projektphase an Schulen und eine abschließende Sommerschule. Symposium und Besuchsreise dienen zur Vermittlung von Methoden, Lernstrategien und historischem Wissen und richten sich an Lehrer, Experten und Vertreter aus Bildung und Kultur. Im Anschluss werden in den parallel laufenden Projektphasen die Partner und jeweiligen Schulen mit Hilfe partizipativer und reflexiver Methoden konkrete historische Geschichte vor Ort recherchieren und künstlerische Projekte und Interventionen im öffentlichen Raum initiieren (z.B. Schreibwerkstatt, Theaterinszenierung/Rollenspiel, künstlerische Dokumentationen wie Video-/Audiointerviews, Fotodokumentation, Radiofeature, Film).

Die Projektteilnehmer kommen aus Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Kroatien, Serbien und Ungarn.

Ziel des Projektes ist es, den Schülern durch aktive Mitgestaltung einen eigenen Zugang zu den Geschehnissen während der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu ermöglichen und sie über nationalstaatliche Grenzen hinaus zur Auseinandersetzung mit Judenermordung und rassistischen Auswüchsen zu ermutigen. Am Ende des Projekts steht die Sommerschule, geleitet von der Idee, die „doppelte Last“ der Vergangenheit zu überwinden und ein Folgeprojekt „Zukunft in Europa“ zu entwickeln.

"Doppelte Last" hat eine Projektdauer von eineinhalb Jahren und endet im Sommer 2015.

Links zum Thema