Digitale Bildung

Klicksafe

© www.klicksafe.de© www.klicksafe.deKlicksafe ist eine Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet und neuen Medien im Auftrag der Europäischen Kommission. Aktionsfelder des Projektes sind Inhalte/ Qualifikation, Kampagne/ Marketing sowie die Vernetzung bundesweit mit Partnern und Akteuren.

Hintergrund: Das „Safer Internet Programme“ der EU

Um die sichere Nutzung moderner Kommunikationsmittel zu fördern und Verbraucher vor unerwünschten Inhalten zu schützen, startete die EU 1999 das „Safer Internet Programme“: einen Aktionsplan, dessen Schwerpunkte die Bekämpfung von illegalen, unerwünschten oder schädlichen Inhalten sowie die Förderung eines sicheren Umfelds und die Sensibilisierung darstellen. Das beinhaltet auch die Aufklärung der Bevölkerung und Pflege der Zusammenarbeit in einer breit angelegten Partnerschaft von gesellschaftlichen Gruppen und Einrichtungen. Mit der Verabschiedung des „Safer Internet Programme 2009-2013“ durch das Europäische Parlament und den Rat Ende 2008 ging das Programm in die mittlerweile dritte Runde und wurde um weitere vier Jahre verlängert.

Inzwischen gibt es in 31 europäischen Ländern ein Safer Internet Centre, welches das "Safer Internet Programme" umsetzt. Nach Maßgabe der EU beinhalten diese Safer Internet Centres die verschiedenen Aspekte des „Safer Internet Programme“:

  • Awareness Centre zur Förderung der Medienkompetenz und Sensibilisierung im Internet
  • Hotline als Meldestelle für illegale Inhalte
  • Helpline als Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer

Der deutsche Beitrag zum „Safer Internet Programme“: Saferinternet DE

Was macht klicksafe? Information und Wissen ermöglicht die kompetente Nutzung des Internets. In einem ersten Schritt müssen verschiedene Problembereiche und Gefahren erst einmal erkannt werden, um in einem zweiten Schritt den Betroffenen Möglichkeiten an die Hand geben zu können, einen kompetenten Umgang mit den neuen Medien zu erlernen, verschiedene Problembereiche selbst einschätzen, erkennen und aktiv werden zu können. Nur, wer sich selbst über Problematiken und Risiken des Internets bewusst ist und somit im Positiven über Medienkompetenz verfügt, versteht sich und andere zu schützen. Daher setzt klicksafe eher auf Ermuntern als Ermahnen.

Über Eltern und Pädagogen zu Kindern und Jugendlichen

Die Verbreitung von problematischen Inhalten und unlauteren Angeboten per Internet trifft letztlich alle, nur sind jüngere Menschen dagegen besonders schutzlos. Sie können leichter als Erwachsene auf unseriöse Geschäftsangebote eingehen, geben möglicherweise persönliche Daten oder Details arglos preis, halten die fingierte Identität eines Chat-Partners für echt. So soll durch die Arbeit von klicksafe in erster Linie eine sichere Nutzung des Internets durch Kinder und Jugendliche ins öffentliche Bewusstsein gerückt und somit verbessert werden.

Da diese beiden Zielgruppen nicht ausschließlich direkt angesprochen werden können, geht der Appell ebenso an Eltern und Pädagogen, Lehrer, Erzieher, Jugendbetreuer und Sozialpädagogen, die in ihrer täglichen Arbeit und Nähe zu den Jugendlichen diese im Hinblick auf einen kompetenten Umgang mit dem Internet sensibilisieren können.

Sensibilisierung für Fragen der Internetsicherheit bedeutet auch Aufklärung der Bevölkerung und Pflege der Zusammenarbeit in einer breit angelegten Partnerschaft von gesellschaftlichen Gruppen und Einrichtungen, sowie die Aufmerksamkeit von Betreibern von Internetseiten zu wecken und ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie auch von ihrer Seite zu einer höheren Sicherheit im Internet beigetragen werden kann.

Durch das Projekt angesprochen werden soll demnach jeder: Kinder und Jugendliche genauso wie Eltern, Lehrer und Pädagogen, Organisationen und Institutionen ebenso wie Unternehmen und Betreiber von Internetseiten.

Problematische Inhalte für Jugendliche im Internet

Zu problematischen Bereichen im Internet zählen ganz eindeutig Inhalte, deren Verbreitung in Deutschland gesetzlich verboten ist. Dazu gehören Gewaltverherrlichung und rechtsextremistische oder rassistische Inhalte oder Pädosexualität. Als jugendgefährdend gelten jedoch nicht nur Inhalte, die gesetzlich verboten sind. Pornografie in bestimmten Formen ist für Erwachsene zwar legal, darf aber Minderjährigen nicht zugänglich gemacht werden. Ebenso die Verharmlosung von Drogenkonsum oder die Gefahren einer Internet- oder Computerspielesucht sind Themen, für die klicksafe sensibilisieren will. Durch die rasante Entwicklung der neuen Medien ermöglichen heute neben PCs ebenso Mobiltelefone die Verbreitung solcher Inhalte und es gibt Online-Spiele, die eindeutig gewaltverherrlichend oder rassistisch sind. Schließlich kursiert genug Material, das gegen kein Gesetz verstößt, dennoch aber Kinder und Jugendliche sehr verwirren kann.

Übernommen von klicksafe.de
Copyright: klicksafe.de

Links zum Thema

DIP in SOE auf Facebook

Facebook
Besuchen Sie DIP in SOE auf Facebook und bleiben Sie auf dem Laufenden

Twitter

Twitter
Besuchen Sie DIP in SOE auch auf Twitter.

DIP in SOE E-Test

© Colourbox
Machen Sie unseren Einstufungstest.

Förderer

Wir bedanken uns beim Auswärtigen Amt für die Unterstützung.