In Kroatien, Serbien und Bosnien und Herzegowina ist 16 Jahre nach den Sezessionskriegen mit Vertreibung und ethnischen Säuberungen eine Generation herangewachsen, die gequält von der Vergangenheit, mit einer jeweils stringenten staatlichen Geschichtspolitik inklusive umfassender staatlicher Symbolvorgaben aufgewachsen ist. In Gesellschaften, in denen ethnozentrische Geschichtsbilder dominieren und gleichzeitig historische Argumente hohe Bedeutungen in tagespolitischen Konflikten haben. So finden wir in allen Ländern Südosteuropas Erinnerungskollektive, die nahezu deckungsgleich sind mit der Gesamtgesellschaft. Entsprechend finden auch kaum öffentliche Debatten statt.
Die Internationale Zukunftswerkschaft ist ein Versuch den fachlichen Diskurs über Narrationen und Konstruktionen von Nationalität/Identität/Geschichte in den Ländern des westlichen Balkans anzuregen. Sie richtet sich an junge Geistes- und Sozialwissenschaftler, die in diesem Bereich arbeiten und forschen.
Es formatierte sich eine Gruppe von 30 jungen Wissenschaftlern vom Westbalkan, Deutschland, Österreich und der Schweiz – Sie bilden den Kern der Zukunftswerkstatt; wissenschaftlich begleitet von zwei deutschen Universitäten blieben sie über 3 Jahre zusammen und trafen sich in Zagreb, Belgrad und Sarajevo:
Über die Werkstatt hinaus ist ein nachhaltiges internationales Netzwerk junger Wissenschaftler entstanden, das bis heute im Austausch steht und miteinander über die akademische Landschaft und ihre Forschungsbereiche hinaus wissenschaftlich kooperiert. Eine Publikation ist im Entstehen, die den Prozess der Vernetzung und der Begegnung beschreibt.
Der Abschluss wird nun im Rahmen einer Konferenz Ende des Monats in Regensburg, Deutschland stattfinden: Zukunftswerkstatt 2011 28.9.-1.10.2011, Universität Regensburg








