Junge kroatische Kunst
Die Vernetzung der Welt ermöglicht es über Grenzen hinweg tätig und präsent zu sein, aktiv zu kommunizieren. Der Raum zum Handeln ist größer geworden. Diese Tatsache erkennt man einfacher, wenn man viel unterwegs ist und reist. Man muss nur die Vorteile und das Positive daran erkennen und auch die Furcht verlieren, diesen neuen Lösungsraum aktiv mit zu gestalten. Junge Künstler haben es entsprechend schwer durch die eigenen begrenzten Ressourcen.
Für die Identität und damit die internationale Positionierung eines Landes ist die Kunstwelt hingegen ebenso von Wichtigkeit wie etwa Gesellschaft, Wirtschaftlich und Politik. Erkennbarkeit, Kommunikation, kritische Größe und Internationalisierung sind dabei Aspekte die nicht nur auf ein wirtschaftlich geführtes Unternehmen zutreffen sondern auch auf die Kunst angewandt werden könnten und sollten, trotz Kreativität und Vielfalt der Kunst. Die Ausprägungen dieser Aspekte machen den vorhin angesprochenen Reifeprozess der Kunst aus.
Wo steht dabei Kroatien heute? Die Erkennbarkeit der kroatischen Kunst, vor allem der zeitgenössischen Kunst, ist außerhalb der eigenen Grenzen gering. Die Kommunikation dessen was man anzubieten hat bedarf einer Strukturierung und klarerer Darstellung der eigenen Inhalte und Aussagen. Kritische Größe in der Kunst hängt zum Glück nicht unmittelbar von der Größe des eigenen Landes ab sondern vielmehr von der Fähigkeit der unterschiedlichen Akteure in der Kunstszene ihre eigenen Aktivitäten sinnvoll zu bündeln und auszurichten.
Die Möglichkeiten zur Internationalisierung sind vorhanden, durch das Internet, durch internationale Institutionen, durch die Europäische Union und Förderungen jeglicher Art. Diese Möglichkeiten werden meiner Meinung nach noch zu wenig konsequent von jungen Künstlern genutzt. Hier haben alle Akteure in der Kunstszene die Verantwortung, stringent zur Entwicklung der eigenen Kunstszene beizutragen und vorhandene Barrieren zu überwinden.
Deutschland nimmt für Kroatien eine führende Rolle im internationalen Austausch ein. Nicht nur dass Deutschland nach Österreich der zweitgrößte Investor ist, die meisten Touristen kommen aus Deutschland und traditionell bestehen ausgezeichnete Verbindungen zwischen diesen beiden Ländern. Auf diesen Stärken aufzusetzen wäre eine fruchtbare Basis um die heimische Kunstszene zu beflügeln. Etwa durch systematisch durchgeführte gemeinsame Aktivitäten, Austausch von Ideen und Künstler und entsprechende Plattformen zur Kommunikation.
Bereits seit unserer Büroöffnung im Jahr 2004 war es uns daher ein besonderes Anliegen, uns mit der jungen kroatischen Kunstszene zu vernetzen und diese zu unterstützen. Einerseits fördert das aktive Auseinandersetzen mit Kunst, die ja vielfältig und bunt ist, die eigene Kreativität und damit auch Aspekte der eigenen Unternehmenskultur. Andererseits sahen wir es als eigene Verantwortung eines internationalen Unternehmens an, die bis dahin und auch noch bisher relativ international abgeschottete kroatische Kunst, zu fördern. Dies dadurch, indem wir einem jungen kroatischen Künstler jeweils im drei Monatstakt unser internationales Netzwerk für die eigene Präsentation zur Verfügung stellen und dies innerhalb unseres Netzwerkes kommunizieren. Es ist faszinierend zu sehen und sehr inspirierend, welche künstlerische Vielfalt gerade bei jungen Künstlern vorhanden ist.
Managing Director Roland Berger Strategy Consultants Croatia







